Streit um Thüringer Schulordnung: Eltern wehren sich gegen Änderungen!

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Streit um Thüringer Schulordnung: Petition "Schulfrieden retten" fordert Erhalt der Schulautonomie und Kritik an geplanten Änderungen.

Streit um Thüringer Schulordnung: Petition "Schulfrieden retten" fordert Erhalt der Schulautonomie und Kritik an geplanten Änderungen.
Streit um Thüringer Schulordnung: Petition "Schulfrieden retten" fordert Erhalt der Schulautonomie und Kritik an geplanten Änderungen.

Streit um Thüringer Schulordnung: Eltern wehren sich gegen Änderungen!

Der Streit um die geplante Änderung der Thüringer Schulordnung droht zu eskalieren, während sich eine Petition mit dem Motto „Thüringer Schulfrieden retten“ großer Beliebtheit erfreut. Aktuell wurden bereits über 3.000 Unterschriften für die Petition gesammelt, die sich gegen die neusten gesetzlichen Änderungen richtet. Dies berichtet MDR.

Die Initiatorin der Petition, eine engagierte Mutter aus Jena, äußert erhebliche Bedenken gegenüber den vorgeschlagenen Änderungen. Ihrer Meinung nach würden diese die Schulautonomie massiv einschränken und die spezifischen Bedürfnisse der Gemeinschaftsschulen nicht berücksichtigen. Besonders kritisch sieht sie die Einführung von Versetzungsentscheidungen bereits ab Klasse 6, während diese zuvor erst ab Klasse 8 gefällt wurden. Auch die neue Bewertungskultur, die mit vorzeitiger Notenbewertung ab Klasse 6 einhergeht, stößt auf Ablehnung.

Argumente gegen die Gesetzesänderungen

Die Petition zielt auf eine Anpassung der 13. Verordnung zur Veränderung der Thüringer Schulordnung ab, um den Schulen in Thüringen die Möglichkeit zu geben, besser nach ihren eigenen Konzepten zu arbeiten. Die betroffenen Gruppen umfassen Eltern, Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschulen. Ein zentraler Punkt der Bedenken ist, dass die geplanten Änderungen den Schulfrieden gefährden und die Handlungskompetenz der Gemeinschaftsschulen deutlich einschränken würden. Diese Ängste werden auch von der Landeselternvertretung geteilt, die die Änderungen strikt ablehnt.

  • Zwingende Versetzungsentscheidung ab Klassenstufe 6 (bisher Klasse 8).
  • Verpflichtende Notenbewertung ab Klassenstufe 6 (bisher ab Klasse 7 oder 8).
  • Einführung von Noten in den Bereichen Mitarbeit + Fleiß sowie Verhalten + Ordnung ab Klasse 1 (bisher nur in Klassenstufen 5-8).
  • Einschränkung der Entscheidungsbefugnis der Schulkonferenz.

Juristische Bedenken und Alternativen

Die Kritiker weisen zudem auf zahlreiche juristische Bedenken hin. Dazu gehört, dass die Veränderungen in der Notengebung und Versetzungsregelungen die Rechte der Schulkonferenzen beeinträchtigen würden. Außerdem wird eine Missachtung des Elternrechts auf Mitbestimmung gemäß Artikel 21 der Thüringer Verfassung befürchtet. Laut der Petition gibt es keine Notwendigkeit für die geplanten Veränderungen, da die existierenden Regelungen über Jahre hinweg bewährt waren.

Das Ziel der Petition ist klar: Die Initiatoren fordern ein Umdenken, um den Schulen in Thüringen den Raum zu bieten, sich gemäß ihren individuelle Anforderungen und bestehenden Konzepten weiterzuentwickeln. Dies könnte auch eine sinnvolle Alter­nativlösung sein, um den Schulfrieden in Thüringen nachhaltig zu sichern. Mehr Informationen zu diesem Thema sind auch in der Broschüre „Schullaufbahnen in Thüringen“ zu finden, die auf der Website des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur bereitgestellt wird Bildungsserver.