Israelischer Botschafter besucht Thüringen: Neue Chancen für die Zukunft!
Am 15. März 2025 wird der israelische Botschafter Ron Prosor zu seinem Antrittsbesuch in Thüringen erwartet. Empfangen wird er am Vormittag von Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) in Erfurt. Dieser Besuch steht im Kontext des 60-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland. Ministerpräsident Voigt betont dabei die Bedeutung der Stärkung der Partnerschaft zwischen Thüringen, Deutschland und Israel.
Besondere Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft. Ein zentrales Anliegen der aktuellen Gespräche ist die Intensivierung des Jugendaustauschs. Geplant ist unter anderem die Gründung eines Deutsch-Israelischen Jugendwerks. Dieses Jugendwerk soll eine entscheidende Rolle spielen, um den Austausch zwischen Jugendlichen beider Länder zu fördern. Mögliche Standorte für das Jugendwerk sind Weimar (Thüringen), München (Bayern) und Wittenberg (Sachsen-Anhalt) berichtet die Jüdische Allgemeine.
Deutsch-Israelisches Jugendwerk
Der Ausbau und die Intensivierung des Jugendaustausches sind auch in einer Absichtserklärung festgehalten, die am 11. September 2022 von Bundesjugendministerin Lisa Paus und der israelischen Bildungsministerin Yifat Shasha-Biton in Jerusalem unterzeichnet wurde. Diese Vereinbarung zielt darauf ab, die jugendpolitische Zusammenarbeit auf eine neue Stufe zu heben und Themenschwerpunkte wie die Erinnerung an den Holocaust sowie gemeinsame Herausforderungen wie den Klimawandel und erneuerbare Energien zu behandeln berichtet das BMFSFJ.
Die Etablierung des Deutsch-Israelischen Jugendwerks soll auf bestehenden Koordinierungsbüros für den Jugendaustausch in beiden Ländern basieren. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe wird eingerichtet, um die Einzelheiten der Umsetzung zu erarbeiten. In diesem Kontext ist die Stärkung des gegenseitigen Verständnisses und der Verbindungen zwischen den Jugendlichen beider Länder von großer Bedeutung.
Historische Dimension der Beziehungen
Die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel wurden am 12. Mai 1965 etabliert. Diese Beziehungen sind nicht nur ein Grundpfeiler der deutschen Außenpolitik, sondern basieren auch auf einer besonderen Verantwortung, die Deutschland aufgrund der Shoa trägt, dem Völkermord an etwa sechs Millionen Juden während des Nationalsozialismus. Deutschland bekennt sich klar zum Existenzrecht des Staates Israel und fördert aktiv die Friedensbemühungen im Nahen Osten ergänzt das Auswärtige Amt.
Die bilaterale Zusammenarbeit hat sich in den letzten Jahrzehnten sowohl auf offizieller als auch auf zivilgesellschaftlicher Ebene intensiviert. Deutschland ist der wichtigste Wirtschaftspartner Israels in der Europäischen Union, mit einem Handelsvolumen von 8,94 Milliarden USD im Jahr 2022. Zudem werden zahlreiche Initiativen unterstützt, die den Austausch in den Bereichen Kultur, Bildung und Wissenschaft fördern. Dazu gehört die Förderung von Projekten wie dem Goethe-Institut sowie die Unterstützung von Studierenden- und Forschungsaufenthalten, die durch den DAAD ermöglicht werden.
Insgesamt bleibt der Jugendaustausch ein zentraler Aspekt der deutsch-israelischen Beziehungen, dessen Bedeutung durch die geplanten Initiativen weiter gestärkt wird. Die Feierlichkeiten zum 60-Jährigen bestehen der diplomatischen Beziehungen bieten eine hervorragende Gelegenheit, den Weg für eine noch engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu ebnen.
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