Vandalismus auf Spielplätzen: Millionenverluste für unsere Städte!

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Wegen Vandalismus ist der Spielplatz im Hofwiesenpark in Gera bis zur Reparatur gesperrt; Instandsetzung dauert drei Wochen.

Wegen Vandalismus ist der Spielplatz im Hofwiesenpark in Gera bis zur Reparatur gesperrt; Instandsetzung dauert drei Wochen.
Wegen Vandalismus ist der Spielplatz im Hofwiesenpark in Gera bis zur Reparatur gesperrt; Instandsetzung dauert drei Wochen.

Vandalismus auf Spielplätzen: Millionenverluste für unsere Städte!

In den letzten Tagen wurde der Spielplatz im Hofwiesenpark in Gera aufgrund erheblicher Vandalismusschäden teilweise gesperrt. Diese Maßnahme erfolgte nach einer Vor-Ort-Kontrolle, bei der eine Beschädigung der elektrischen Beleuchtungsanlage festgestellt wurde. Die Sperrung betrifft insbesondere den unterirdischen Bereich des Spielplatzes, speziell den Bereich des Huhns. Laut der Mitteilung vom 5. Februar 2025 ist die Instandsetzung dieser Schäden erst in etwa drei Wochen abgeschlossen.

Die Entscheidung zur Sperrung folgt einem besorgniserregenden Trend, der die Gemeinschaften in der Region belastet. Laut einem Bericht von nd aktuell geben Brandenburgs Kommunen jährlich mehrere Hunderttausend Euro für die Instandhaltung von Spielplätzen aus. Ein erheblicher Teil dieser Mittel wird für die Beseitigung von Vandalismusschäden verwendet. So investiert beispielsweise die Stadt Potsdam fast 296.000 Euro in die Instandhaltung von 145 öffentlichen Spielplätzen, wobei allein etwa 3.000 Euro jährlich für kleinere Vandalismusschäden vorgesehen sind.

Die Situation in Hoyerswerda

Ähnliche Probleme mit Vandalismus wurden auch in Hoyerswerda festgestellt. Hier beschloss der Stadtrat am 17. Dezember 2024 die Schließung der Hundefreilauffläche, die erst Juli 2020 eröffnet worden war. Der Rückbau des Zauns begann am 3. Februar 2025, und nach diesem Rückbau ist die Nutzung des Areals nicht mehr möglich. Die Gründe für die Schließung sind anhaltender Vandalismus, der bereits zuvor zur vorübergehenden Schließung des Areals Mitte März 2024 führte. Insgesamt kostete die Errichtung der Freilauffläche sowie die nachträglich installierte Beleuchtung knapp 36.000 Euro.

Die Gesamtkosten für Reparatur und Bewirtschaftung dieser Anlage belaufen sich auf rund 15.000 Euro. Die Schließungen beider Einrichtungen zeigen, wie schwerwiegend die Auswirkungen von Vandalismus sind und welche finanziellen Belastungen dies für die Kommunen mit sich bringt.

Vandalismus als Gemeindewelle

Der Umgang mit Vandalismus stellt viele Städte vor Herausforderungen. Berichte zeigen, dass Vandalismus nicht nur in Gera und Hoyerswerda ein Problem ist, sondern auch in anderen Städten wie Cottbus und Oranienburg. Cottbus beispielsweise investiert jährlich 400.000 Euro in 71 Spiel- und 20 Bolzplätze, während Oranienburg, mit seinen 33 öffentlichen Spielplätzen, rund 40.000 Euro in die Instandhaltung steckt.

Die Städte haben unterschiedliche Strategien entwickelt, um gegen die Zerstörungen vorzugehen. In Cottbus wurden Materialien an Spielgeräten gewechselt, um diese weniger angreifbar zu machen, während Oranienburg vandalismusresistente Materialien wie Robinienholz und Edelstahl verwendet. Potsdam hingegen reagiert mit verstärkten Kontrollen durch das Ordnungsamt sowie Spielplatzwarte, um Vandalismus frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden.

Stadtsprecher Jean Dibbert betont, dass ohne Vandalismus die Mittel in andere, wertvollere Projekte fließen könnten. Es bleibt abzuwarten, wie die betroffenen Gemeinden ihre Strategien zur Vandalismusprävention weiterentwickeln und welche Erfolge damit erzielt werden können.