Dramatische Bergrettung: Drohne findet vermisste Wanderin im Dunkeln!

Suchoperation in Zorge: 28-jährige Wanderin vermisst, erfolgreich mit Drohne und SMS im unwegsamen Gelände gefunden.
Suchoperation in Zorge: 28-jährige Wanderin vermisst, erfolgreich mit Drohne und SMS im unwegsamen Gelände gefunden.

Am 25. Februar 2025 wurde ein Such- und Rettungseinsatz im Waldgebiet von Zorge, Landkreis Göttingen, erfolgreich abgeschlossen. Eine 28-jährige Wanderin hatte sich zunächst in der Dunkelheit verlaufen und daraufhin die Leitstelle in Göttingen alarmiert. Trotz der bemühungen der Ortsfeuerwehr Zorge blieb die erste Suche nach der Vermissten erfolglos.

Es gelang jedoch, mittels SMS-Kontakt den Suchradius weiter einzugrenzen. Dies stellte sich als entscheidend heraus, denn letztendlich kam eine Drohne mit Wärmebildkamera zum Einsatz, die die Wanderin lokalisieren konnte. Zusätzlich machte die Frau auf sich aufmerksam, indem sie das Licht ihres Handys einsetzte. Nach etwa zweieinhalb Stunden im unwegsamen Gelände und bei Temperaturen um minus 2 Grad wurde die leicht unterkühlte Frau von den Einsatzkräften erreicht und sicher aus dem Wald begleitet.

Technologische Hilfsmittel in der Bergrettung

Einsatzleiter Marvin Cuers lobte die schnelle und effiziente Arbeit der Rettungskräfte und stellte fest, dass die Wanderin die Witterungsbedingungen sowie die Dunkelheit falsch eingeschätzt hatte. Der Einsatz verdeutlicht die zunehmend wichtige Rolle von Drohnen in der Berg- und Waldrettung. Diese Technologie ermöglicht es, schneller und effektiver nach Vermissten zu suchen, besonders in schwer zugänglichen Gebieten und unter extremen Wetterbedingungen.

Die Nutzung von Drohnen in Rettungseinsätzen wird auch durch einen wachsenden Bedarf an solch innovativen Lösungen begünstigt. Diese Technologie ist nicht nur auf die umliegenden Wälder von Niedersachsen beschränkt; sie findet auch Anwendung in den Alpenregionen, wo jedes Jahr tausende Touristen beim Wandern, Skifahren und anderen Aktivitäten in Gefahr geraten. Die Anzahl der hochalpinen Rettungseinsätze nimmt dadurch stetig zu, da Wanderer sich oft verirren oder in Lawinengebiete geraten.

Regulierung und Herausforderungen

Die EU-Drohnenverordnung, die seit 2021 in allen Mitgliedstaaten gültig ist, regelt den Einsatz von Drohnen und unterteilt diese in fünf Risikoklassen. Ab einem Gewicht von 250 Gramm fallen Drohnen unter strengere Anforderungen, einschließlich einer Registrierungspflicht und eines möglichen Führerscheins. Diese Vorschriften sind in Bergregionen besonders wichtig, da der Einsatz von Drohnen dort häufig umstritten ist und unterschiedliche Meinungen über deren Nützlichkeit existieren.

In der Bergrettung sind Drohnen mit hochauflösenden Kameras und Wärmebildtechnik insbesondere bei Nachteinsätzen von unschätzbarem Wert. Die Kosten für solche professionellen Drohnen belaufen sich auf etwa 22.000 Euro, was durch die Unterstützung des Österreichischen Alpenvereins teilweise finanziert wird. Ihre Effizienz und Technologie haben das Gesicht der Bergrettung in den letzten Jahren entscheidend verändert, was sich auch im jüngsten Einsatz in Zorge zeigt.

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