Am 5. Januar 2025 kündigte die neue Thüringer Landesregierung eine Reform der Grundsteuer an. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass die aktuellen Regeln Einfamilienhäuser stärker belasten. Laut Linnert könnten die Hebesätze jedoch unverändert bleiben, was zu geringeren Steuererhöhungen führen würde. Beispielsweise ist eine Anhebung von 300 auf 490 Euro angedacht, statt einer Erhöhung auf 500 Euro.
Die Kommunen setzen die Gesetze um, die auf Bundes- und Landesebene verabschiedet werden. Der Hebesatz wird am Ende der Berechnung genutzt, um die bisherige Summe bei geänderten Grundstücksbewertungen zu erhalten. Der Bund hat ein Modell zur Grundstücksbewertung vorgegeben, erlaubt jedoch Abweichungen, die von Bundesländern, wie Sachsen, genutzt werden. Die Thüringer Landesregierung plant, vom Änderungsrecht der Länder Gebrauch zu machen, obwohl der genaue Zeitpunkt noch unklar ist.
Informierte Bürger und Anpassungen
Das Thüringer Finanzministerium informiert über ein 100-Tage-Programm zur schnellen Umsetzung der geplanten Vorhaben. Der Erfurter Dezernent sowie der Bürgermeister von Eisenach betonen, dass eine Änderung der Hebesätze nicht automatisch eine Veränderung der Steuerlast zur Folge hat. Für die grundsteuerpflichtigen Bürger besteht die Möglichkeit, bestehende Daueraufträge auszusetzen, da die Steuer erst mit dem neuen Bescheid fällig wird.
Die Reform der Grundsteuer 2025 wird von steigenden Kosten für Immobilienbesitzer geprägt. Viele Eigentümer müssen sich auf höhere Abgaben einstellen, während die Reform und die neuen Hebesätze möglicherweise zu höheren Einnahmen für die Kommunen führen könnten. Es gibt jedoch auch Möglichkeiten, den Steuerwert zu reduzieren, wie Deutsche Wirtschafts Nachrichten berichteten.