Am Flughafen Erfurt/Weimar steht eine nachhaltige Umstellung auf dem Programm, die den CO₂-Ausstoß während der Flugzeugabfertigung deutlich reduzieren soll. Ab sofort wird hier auf batteriebetriebene Bodenstromversorgungseinheiten (eBPU) gesetzt, um Flugzeuge umweltfreundlich mit Strom zu versorgen. Diese Entscheidung fiel im Rahmen der Bodenstrom-Richtlinie des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr, die darauf abzielt, die Umweltbelastungen bei der Luftfahrt zu minimieren. Das berichtet Thüringen24.
Der Flughafen hatte zuvor meist auf Hilfsturbinen oder Dieselaggregate zurückgegriffen, um die benötigte Energie während der Abfertigung zu gewährleisten. Die Umstellung auf eBPU bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Laut René Schumann, Leiter des Safety Office, sinken die Energie- und Wartungskosten, zudem werden Lärm- und Luftemissionen erheblich reduziert. Dies führt zu verbesserten Arbeitsbedingungen für das Personal auf dem Vorfeld, während die Urlauber von den Veränderungen möglicherweise nur bei genauer Beobachtung profitieren werden.
Nachhaltige Innovationen und Förderung
Die Anschaffung der neuen Bodenstromversorgungseinheiten wird großzügig mit 200.000 Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr unterstützt. Diese Investition ist Teil eines größeren Plans, der die Umstellung auf emissionsärmere Prozesse am Boden fördert. Neben den eBPU wird auch ein Elektrofahrzeug als „Lots-Fahrzeug“ eingesetzt. Zusätzlich wird ein elektrisch betriebenes Gepäckband eingeführt, was die Effizienz und die Nachhaltigkeit weiter steigert. Laut aerotelegraph.com wird damit ein wichtiger Schritt in Richtung umweltfreundlicher Luftfahrt unternommen.
Die eBPU-Technologie zeichnet sich durch geringere Emissionen und einen reduzierten Verbrauch fossiler Brennstoffe aus. Diese Maßnahmen sind nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern sie verbessern auch die betrieblichen Abläufe am Flughafen und bieten den Mitarbeitenden bessere Arbeitsbedingungen. Diese Entwicklung ist Teil eines übergreifenden Trends in der Luftfahrtbranche, der immer mehr Flughäfen dazu bewegt, nachhaltige Ansätze zu implementieren.
In der gleichen Richtung hat auch der Flughafen München mit der Einführung von sieben eGPU (Ground Power Units) begonnen. Diese sollen bis Ende 2024 auf insgesamt 20 Einheiten erweitert werden. Damit verfolgt die Flughafen München GmbH das ehrgeizige Ziel, ihre CO₂-Emissionen bis 2035 um mindestens 90% zu reduzieren. Im Vergleich dazu setzt der Flughafen Erfurt/Weimar mit seinen eigenen Initiativen ebenfalls ein wichtiges Zeichen für Nachhaltigkeit in der Luftfahrt.