Das Gewerbegebiet in Buttlar im Wartburgkreis steht vor einer bedeutenden Erweiterung. Wie der MDR berichtet, hat die Gemeinde beschlossen, einen Kredit in Höhe von 740.000 Euro aufzunehmen, um den Eigenanteil für die notwendigen Bauarbeiten zu finanzieren. Bürgermeister Johannes Ritz (CDU) beschreibt dieses Vorhaben als einen „außerordentlichen Kraftakt“ und betont, dass es sich um die größte Einzelinvestition handelt, die Buttlar je getätigt hat.
Im Rahmen dieses Projekts plant die Kommune den Erwerb von Grundstücken, um die notwendigen Voraussetzungen für die Expansion zu schaffen. Die Hoffnung der Gemeinde ist, dass die investierten Ausgaben durch die Ansiedlung neuer Betriebe und erhöhte Gewerbesteuereinnahmen wieder hereinkommen werden. Der bereits beschlossene Kredit stellt eine zentrale Maßnahme zur Sicherstellung der finanziellen Mittel dar.
Haushaltslage und Herausforderungen
Für das laufende Jahr wurde der Haushalt der Gemeinde mit einem Etat von gut 4,2 Millionen Euro verabschiedet. Dies war jedoch keine leichte Aufgabe. Zur Sicherstellung einer stabilen finanziellen Planung müssen die Herausforderungen besonders im Bereich der Kindergartenkosten berücksichtigt werden, die laut aktuellen Zahlen Einnahmen von rund 270.000 Euro gegenüber Ausgaben von über 700.000 Euro aufweisen. Das bedeutet eine erhebliche Belastung für den Haushalt der Gemeinde.
Buttlar, das im äußersten Westen von Thüringen liegt, hat eine Fläche von 21,31 km² und eine Bevölkerung von 1.243 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2023) und gehört mit einer Bevölkerungsdichte von 58 Einwohnern je km² zu den kleineren Gemeinden im Wartburgkreis. Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile Buttlar, Bermbach und Wenigentaft, wobei die Eingemeindung im Jahr 1994 stattfand. Historisch hat Buttlar viel zu bieten; das Adelsgeschlecht von Buttlar wurde bereits 1170 urkundlich erwähnt.
Fördermittel und Infrastruktur
Zusätzlich zur finanziellen Planung wird die Gemeinde auch die Möglichkeiten des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes (KInvFG) prüfen. Laut Informationen des Thüringer Landesverwaltungsamtes wurde der Förderzeitraum bis 2024 verlängert. Finanzhilfen können für Investitionsvorhaben, die bis Ende 2023 finalisiert werden, beantragt werden.
Die Herausforderungen durch Hochwasser und pandemiebedingte Verzögerungen im Bauwesen sind klare Indikatoren für die Bedeutung dieser Förderungen. Die Gelder sind speziell für Infrastrukturinvestitionen, einschließlich der energetischen Sanierung, vorgesehen, was für Buttlar von großer Relevanz ist, um die Straßen und Bildungseinrichtungen zu modernisieren und zu erhalten.
Mit den neuen Initiativen und einem klaren finanziellen Plan ist Buttlar bereit, die kommenden Herausforderungen anzugehen und die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde voranzutreiben.