Versuchter Mord in Gera: Ehemann übergoss Frau mit Feuer!
Am 16.03.2025 kam es in Gera zu einem versuchten Mord in einer Straßenbahn. Eine 46-jährige Frau wurde schwer verletzt. Täter: Ehemann.

Versuchter Mord in Gera: Ehemann übergoss Frau mit Feuer!
Am 16. März 2025 kam es in Gera zu einem versuchten Mord, der die Öffentlichkeit zutiefst erschüttert hat. Laut den Berichten von gera.de geschah der Vorfall gegen 10:10 Uhr in einer Straßenbahn in der Nähe der Haltestelle „Grüner Weg“. Das Opfer, eine 46-jährige Frau, erlitt bei dem Angriff schwerste Verletzungen, nachdem ihr Ehemann, der 46-jährige Tengizi Kakiashvili, sie mit brennbarer Flüssigkeit übergoss und in Brand setzte.
Die rasche Reaktion der Einsatzkräfte spielte eine entscheidende Rolle. Der Straßenbahnfahrer, der den Vorfall sofort bemerkte, versuchte, das Feuer mit einem Handfeuerlöscher zu löschen, während Feuerwehr und Rettungsdienst umgehend alarmiert wurden. Dank der Nähe der Einsatzstelle zur Feuerwehr- und Rettungswache waren die Einsatzkräfte schnell vor Ort. Ein Rettungshubschrauber wurde gerufen, um die schwer verletzte Frau in eine Spezialklinik zu transportieren. Glücklicherweise gab es unter den Passagieren oder dem Straßenbahnfahrer keine weiteren Verletzten.
Öffentliche Fahndung nach dem Täter
Die Polizei in Gera hat eine Öffentlichkeitsfahndung nach Kakiashvili eingeleitet und bittet um Hinweise. Laut der Polizei besteht weiterhin eine Gefahr für die Öffentlichkeit. Bürger können ihre Informationen an die Kriminalpolizei Gera oder jede Polizeidienststelle unter der Telefonnummer 0365 / 8234 – 1465 melden. Oberbürgermeister Kurt Dannenberg äußerte sich betroffen über die schockierenden Ereignisse und dankte den Helfern. Er appellierte an Betroffene von Beziehungsgewalt, Hilfe zu suchen, und betonte die Notwendigkeit, Gewalt gegen Frauen entschieden zu bekämpfen.
Zunehmende Gewalt gegen Frauen
In einem breiteren gesellschaftlichen Kontext steht dieser Vorfall im Zusammenhang mit einem besorgniserregenden Trend in Deutschland. Eine aktuelle Präsentation des Lagebildes „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten 2023“ durch das Bundeskriminalamt (BKA) verdeutlicht diesen Anstieg. Laut bka.de kam es im Jahr 2023 zu einem Anstieg von 322 vorurteilsgeleiteten Straftaten gegen Frauen, was einem Anstieg von 56,3% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Zusätzlich berichten die Zahlen von 180.715 weiblichen Opfern von häuslicher Gewalt, ein Anstieg von 5,6% im Jahr 2023. Dies ist alarmierend und unterstreicht die gesellschaftlichen Herausforderungen im Umgang mit Geschlechtergewalt. Ein markanter Punkt ist, dass 360 Frauen und Mädchen Opfer vollendeter Tötungsdelikte wurden, wobei 68,6% dieser Taten im Bereich häuslicher Gewalt stattfanden. Die gesellschaftlichen Strukturen und die Rolle des Internets sind wesentliche Faktoren, die zu diesem Anstieg beitragen.
Gesellschaftliche Verantwortung
Der Vorfall in Gera ist ein weiteres Zeichen dafür, wie dringlich das Thema Gewalt gegen Frauen ist. Die Erkenntnisse aus der BKA-Studie unterstreichen die Notwendigkeit, nicht nur gesetzgeberische Maßnahmen zu ergreifen, sondern auch Präventionsarbeit zu leisten. Hilfs- und Präventionsangebote wie der Weisse Ring e.V., der Frauen und Mädchen in Not unterstützt, sind entscheidend, um Betroffenen zu helfen und Gewalt vorzubeugen.
In Anbetracht der aktuellen Entwicklungen ist es unerlässlich, dass die Gesellschaft zusammensteht, um gegen Gewalt an Frauen vorzugehen und ein sicheres Umfeld zu schaffen, in dem jeder Mensch respektiert wird.