Gera im Rettungsschwimmfieber: Nachwuchs kämpft um Meisterschaften!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am
Impressum · Kontakt · Redaktionskodex

27 Kinder und Jugendliche trainieren in Gera für die DLRG-Regionalmeisterschaften im Rettungsschwimmen Ende April.

27 Kinder und Jugendliche trainieren in Gera für die DLRG-Regionalmeisterschaften im Rettungsschwimmen Ende April.
27 Kinder und Jugendliche trainieren in Gera für die DLRG-Regionalmeisterschaften im Rettungsschwimmen Ende April.

Gera im Rettungsschwimmfieber: Nachwuchs kämpft um Meisterschaften!

In Gera bereitet sich das Nachwuchsteam der Deutschen Lebens Rettungsgesellschaft (DLRG) intensiv auf die bevorstehenden Mitteldeutschen Regionalmeisterschaften im Rettungsschwimmen vor. Rund 27 Kinder und Jugendliche nehmen aktuell an einem Trainingslager teil, das entscheidend für ihre Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften Ende April ist. Trainer Christian Becker hebt die Stärke des Teams hervor, insbesondere in den Altersklassen 12 bis 15/16, wo fünf vielversprechende Staffelmannschaften antreten werden. Die Begeisterung und der Ehrgeiz sind spürbar, doch die gute Nachwuchsarbeit führt auch zu Wartelisten, da die Kapazitäten in Schwimmbadbahnen und bei Trainern begrenzt sind.

Das Trainingslager umfasst insgesamt drei Wassereinheiten, in denen die Athleten das Zusammenspiel bei Mannschaftsdisziplinen üben. Die Bedingungen im Hofwiesenbad in Gera sind ideal, besonders im Vergleich zu den Möglichkeiten in Eisenach, wo lediglich eine 25-Meter-Bahn zur Verfügung steht. Für die Meisterschaften werden die Teilnehmer auf einer 50-Meter-Bahn antreten, was für die jungen Sportler eine besondere Herausforderung darstellt. Der Rettungssport selbst orientiert sich an realen Einsatzbedingungen und schult die Teilnehmer im Umgang mit Gurtrettern, Flossen und 40 Kilogramm schweren Rettungspuppen.

Herausforderungen und Vorbereitung

Im vergangenen Jahr konnten sich die Staffelmädchen der Altersklasse 12 sowie Caroline Penz aus der Altersklasse 13/14 erfolgreich für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Auch in diesem Jahr herrscht Optimismus unter den Trainern. Steffen Schulze äußert sich zuversichtlich über die Chancen seines Teams in den bevorstehenden Wettkämpfen. Ein spannendes Ereignis steht bevor: Am 26. und 27. April werden die besten Rettungsschwimmer Mitteldeutschlands in Halle/Saale zusammenkommen.

Der Rettungssport hat seinen Ursprung in der Idee, Menschen für den Wasserrettungsdienst auszubilden. Er dient sowohl der Sicherstellung der eigenen Fähigkeiten im Ernstfall als auch der Ausbildung in Rettungsschwimmen, was eine Kernaufgabe der DLRG darstellt. Jährlich wachen fast 49.000 Rettungsschwimmer über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern. Darüber hinaus zählt die DLRG, die von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als Schirmherr unterstützt wird, rund 630.000 Mitglieder und kann auf mehr als 1,3 Millionen Förderer zurückgreifen.

Wettkämpfe auf nationaler und internationaler Ebene

Die DLRG ist nicht nur national aktiv, sondern nimmt auch an internationalen Wettkämpfen teil. Alle zwei Jahre finden Weltmeisterschaften im Rettungsschwimmen statt, an denen Nationalmannschaften und Vereine teilnehmen. Zudem werden Europameisterschaften von der International Lifesaving Federation Europe (ILSE) veranstaltet, die im zweijährigen Rhythmus zwischen den Weltmeisterschaften stattfinden. Nachwuchsauswahlen der DLRG nehmen jährlich an den Junioren-Europameisterschaften teil, während bei den World Games, die im Jahr nach den Olympischen Spielen ausgetragen werden, ebenfalls acht Nationalmannschaften im Rettungsschwimmen antreten.

Die beeindruckende Organisation und hervorragende Ausbildung der DLRG-Teams spiegeln sich in den Erfolgen und der großen Fördergemeinschaft wider. Aktuelle Herausforderungen fordern jedoch stets innovative Ansätze, um die Sicherheit im Wasser zu gewährleisten und den Nachwuchs weiter zu fördern. Daran arbeiten ehrenamtliche Ausbilder in Eisenach und anderen Orten mit Nachdruck.