Am 6. Januar 2025 hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) einen Warnlagebericht für Sachsen-Anhalt veröffentlicht, der auf eine sehr milde und zunehmend stürmische Wetterlage hinweist. Der Bericht, datiert auf 04:30 Uhr, beschreibt, dass in der Nacht der Wind abschwächend ist und es im Harz zu einzelnen Schneeschauern kommen kann.
Die Wetterentwicklung wird von milderer Luft durch eine südwestliche Strömung geprägt sein. Ab dem Nachmittag wird eine Kaltfront eines Nordseetiefs Sachsen-Anhalt erreichen, gefolgt von etwas kühlere Luft, die einströmt. In diesem Zusammenhang wurde eine Sturmwarnung ausgegeben, die einen zunehmend auffrischenden Südwestwind vorhersagt.
Sturmwarnungen und Windgeschwindigkeiten
Im Harz wird mit starken bis stürmischen Böen zwischen 60 und 75 km/h (Bft 7 bis 8) gerechnet. Besonders auf dem Brocken sind extreme Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 100 und 120 km/h (Bft 11 – 12) zu erwarten. Im Tiefland wird die Windverstärkung im Tagesverlauf fortschreiten, wobei bis zur Nacht verbreitet Windböen bis 60 km/h (Bft 7) auftreten können. In der Altmark und im Südwesten sind vorübergehend Sturmböen zwischen 65 und 80 km/h (Bft 8 – 9) möglich. Auf dem Brocken können vereinzelt extreme Orkanböen bis 140 km/h (Bft 12+) auftreten. Der Wind wird in der Nacht zum Dienstag nachlassen.
Zusätzlich sind leichte Frostbedingungen bis -2 Grad in höheren Lagen des Harzes zu erwarten, was möglicherweise zu Glätte durch einzelne Schneeschauer führen kann. Die nächste Aktualisierung des Wetterberichts erfolgt spätestens am 6. Januar 2025 um 07:00 Uhr. Verantwortlich für die Informationen ist der Deutsche Wetterdienst, RWB Leipzig, unter der Leitung von Sebastian Schappert.
Über die aktuelle Wetterlage berichten auch andere meteorologische Dienste. Die Unwetterzentrale hebt hervor, dass stürmischer Südwestwind vom Brocken (1142 m ü. NN) durch die Täler ins Vorland weht. Orte wie Ilsenburg und Wernigerode liegen entlang der südwest-nordost gerichteten Harztäler und erleben hohe Windgeschwindigkeiten, die teilweise mit Gipfellagen des Harz vergleichbar sind und in Orkanstärke vorkommen können. Die Warnungen des DWD sind in Vorwarnungen und Akutwarnungen unterteilt, wobei Sturm-Vorwarnungen (GELB) auf eine mögliche Sturmgefahr hinweisen und Sturm-Akutwarnungen in den Warnstufen ORANGE, ROT und VIOLETT eingeteilt werden, die sich nach der Intensität der erwarteten Windböen richten.
Diese Sturmprognosen sind von großer Bedeutung für verschiedene Branchen, darunter das Baugewerbe, die Land- und Forstwirtschaft sowie für Versicherungsunternehmen und Eventveranstalter. Die Meteorologen der Unwetterzentrale passen die Prognosen laufend manuell an und bieten rund um die Uhr aktuelle Informationen an. Weitere Einzelheiten dazu finden sich in den Berichten von [MDR] und [Unwetterzentrale].