Heute ist der 21.02.2026 und die weltweite Masernlage zeigt alarmierende Trends. In den USA wurden seit Beginn des Jahres 982 Masernfälle erfasst, was die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) als besorgniserregend einstufen. Im Jahr 2025 gab es sogar 2.281 Masernfälle, der höchste Stand seit Jahrzehnten. Erschreckend ist, dass 94 Prozent der Erkrankten entweder nicht geimpft waren oder deren Impfstatus unbekannt ist. Besonders stark betroffen ist der Bundesstaat South Carolina mit 632 gemeldeten Infektionen. Diese Entwicklungen könnten dazu führen, dass die USA ihren WHO-Status als masernfrei verlieren, da seit der Annahme im Jahr 2000 sporadische Ausbrüche aufgetreten sind.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent für die zweimalige Impfung gegen Masern. Diese Quote wurde jedoch in den letzten Jahren nicht mehr erreicht, was besorgniserregend ist. Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hat zwar Zweifel an Impfungen geäußert, bezeichnete sie jedoch gleichzeitig als die wirksamste Methode zur Eindämmung der Verbreitung der Krankheit. Masern sind äußerst ansteckend, und eine infizierte Person kann im Durchschnitt bis zu 18 nicht geimpfte Menschen anstecken. Diese hoch ansteckende Viruserkrankung kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Komplikationen führen, darunter Gehirnentzündungen und sogar Todesfälle.

Globale Masernfälle im Anstieg

Weltweit ist die Situation nicht besser. Laut WHO und CDC ist die Anzahl der Maserninfektionen im Jahr 2023 auf schätzungsweise 10,3 Millionen gestiegen, was einem Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Hauptgrund für diesen Anstieg ist eine „unzureichende Immunisierung“. Während die Zahl der an Masern Gestorbenen im Jahr 2023 um rund acht Prozent auf 107.500 zurückging, sind die meisten Betroffenen Kleinkinder unter fünf Jahren. Diese alarmierenden Zahlen zeigen, dass besonders in Ländern mit besserer Gesundheitsversorgung und Ernährung ansteckende Krankheiten wie Masern einen schweren Verlauf nehmen können.

In Deutschland beobachtet das Robert Koch-Institut (RKI) seit 2023 einen Anstieg der Masernfälle, insbesondere seit Januar 2024, jedoch ist die Zahl noch unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Vom 1. Januar 2023 bis zum 15. März 2024 wurden in Deutschland 94 Masernfälle gemeldet, im Jahr 2019 waren es noch 516. Das RKI warnt, dass mit dem weltweiten Anstieg auch Infektionen nach Deutschland importiert werden könnten. Die Impfquote gegen Masern liegt in Deutschland bei 93 Prozent für die zweite Dosis, was unter der benötigten Quote von 95 Prozent liegt, um die Verbreitung der Krankheit effektiv zu verhindern.

Impfquoten und regionale Unterschiede

In Europa ist die Lage ähnlich dramatisch. Im Jahr 2024 wurden 127.350 Masernfälle gemeldet – die höchste Zahl seit mehr als 25 Jahren. Besonders betroffen sind Kinder unter fünf Jahren, die 40 Prozent der gemeldeten Fälle ausmachen. Während Ungarn mit einer Impfquote von 99 Prozent die höchste Quote in der EU aufweist, hat Rumänien mit nur 62 Prozent die niedrigste Impfquote. Rumänien verzeichnete 2023 die höchste Inzidenz in der EU mit 192,3 Fällen je 1 Million Einwohner. Diese regionalen Unterschiede verdeutlichen, wie wichtig es ist, die Impfquoten zu erhöhen, um die Verbreitung von Masern einzudämmen.

Die steigende Anzahl an Masernfällen weltweit und die Herausforderungen bei der Impfstoffverteilung sind ein Aufruf zum Handeln. Impfungen sind der Schlüssel zur Bekämpfung dieser hochansteckenden Infektionskrankheit. Nur durch eine konsequente Erhöhung der Impfquoten können wir dem Ziel näherkommen, Masern auszurotten und die Gesundheit unserer Kinder zu schützen.

Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in der Masernforschung und -impfung, besuchen Sie die Rhein-Zeitung, die Tagesschau und die Statistik der Bundesregierung.