Der Jahreswechsel in Zwickau und dem Landkreis ist weitestgehend friedlich verlaufen. Laut einem Sprecher im Lagezentrum war die Silvesternacht ruhiger als in den Vorjahren. Die Rettungsdienste hatten insgesamt 160 Einsätze zu verzeichnen, von denen 47 wegen Verletzungen durch Feuerwerkskörper stattfanden. Diese Zahl ist deutlich geringer als im Vorjahr. Darüber hinaus mussten die Feuerwehren im Kreis Zwickau und dem Vogtlandkreis insgesamt 85 Mal ausrücken.
In Rußdorf brannte kurz nach Mitternacht die Scheune eines Dreiseitenhofes. Zudem kam es in Plauen zu einem Brand in einer Garage. Des Weiteren fingen mehrere Hecken und Müllcontainer Feuer, wobei Böller oder Raketen als Ursache vermutet werden. In der Silvesternacht waren 47 Rettungswagen und zwölf Notärzte im Einsatz, um die Verletzten zu behandeln.
Einsätze der Polizei und Sachbeschädigungen
Die Polizeidirektion Zwickau meldete an Silvester insgesamt 75 Einsätze im Vogtlandkreis und Landkreis Zwickau, was einem Anstieg von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dabei wurden 20 Anzeigen wegen Sachbeschädigungen durch Feuerwerkskörper aufgenommen, eine nahezu halbe Anzahl im Vergleich zum Vorjahr.
In Netzschkau wurde ein Zigarettenautomat beschädigt; Unbekannte entwendeten Zigaretten und Bargeld, was einen Sachschaden von etwa 5.000 Euro zur Folge hatte. In Hohenstein-Ernstthal wurde ein Zigarettenautomat durch Pyrotechnik gesprengt, während in Elsterberg ein Automat komplett zerstört wurde, einschließlich des Diebstahls von Bargeld und Zigaretten, dessen Sachschaden auf etwa 4.500 Euro geschätzt wird. Auch ein Stromverteilerkasten wurde dabei beschädigt.
Die Zahl der Brände in der Neujahrsnacht sank auf 14, nachdem im Vorjahr noch knapp 30 Brände registriert worden waren. Allerdings kam es in Limbach-Oberfrohna zu einem größeren Brand in einer Lagerhalle, der auch auf eine angrenzende leerstehende Halle übergriff. Insgesamt wurden sieben Ruhestörungen gemeldet und zwölf Platzverweise ausgesprochen. Zudem gab es mehrere körperliche Auseinandersetzungen, woraufhin 20 Anzeigen aufgenommen wurden. 21 Personen wurden leicht verletzt, zwei mussten ins Krankenhaus. Außerdem wurde ein Polizeibeamter nach einem tätlichen Angriff leicht verletzt und erhielt medizinische Behandlung.