Der Weihnachtsmarkt in Goslar im Harz erfreut sich in der Adventszeit großer Beliebtheit. Jedoch äußern Nutzer in sozialen Medien Bedenken zur Sicherheit auf dem Markt. Kritische Punkte sind der Mangel an Sicherheitsmaßnahmen an den Zugängen sowie die Möglichkeit, dass ein Lkw die Buden durchbrechen könnte.

Die Polizei Goslar hat auf diese Sorgen reagiert und angekündigt, ein Sicherheitskonzept für Großveranstaltungen zu entwickeln. Dieses Konzept umfasst verschiedene präventive Maßnahmen, darunter die Installation von Betonsperren an Zufahrten, um unbefugtes Befahren zu verhindern, sowie eine verstärkte Präsenz uniformierter Polizisten zu unterschiedlichen Zeiten.

Sicherheitskonzept und dynamische Anpassungen

Um den Sicherheitsbedenken Rechnung zu tragen, wird die Personalstärke der Polizei während des Weihnachtsmarktes erhöht. Das Sicherheitskonzept wird als dynamisch beschrieben und regelmäßig überprüft sowie angepasst, um auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können. An der Ausarbeitung des Sicherheitskonzepts sind mehrere Instanzen beteiligt, darunter die Stadtverwaltung, das Stadtmarketing, die Polizei und die Feuerwehr. Während Betonklötze dazu dienen, Risiken zu reduzieren, können sie dennoch keine hundertprozentige Sicherheit garantieren. Die Verantwortlichen setzen alles daran, dass sich die Besucher sicher fühlen.

Ein weiteres Thema, das den Weihnachtsmarkt in Goslar betrifft, ist ein geplantes musikalisches Programm. Am 4. Dezember 2023 wird der Weihnachtsmarkt ohne Musik stattfinden. Dieser „stille Tag“ ist eine Reaktion auf die hohen GEMA-Gebühren für die Beschallung von Weihnachtsmärkten. Goslar ist die einzige Stadt in der Region, die an dieser Protestaktion teilnimmt. Die GEMA hat ihre Tarife für Weihnachtsmärkte geändert; statt nach Auftritts- und Publikumsfläche werden die Gebühren nun auf Grundlage der Gesamtfläche berechnet. Diese Veränderung führt dazu, dass viele Weihnachtsmärkte in diesem Jahr entweder weniger oder gar keine Musik bieten.