Heute ist der 20.02.2026. In Deutschland ist eine weit verbreitete Skepsis gegenüber der Wirtschaft zu beobachten, die sich in Selbstzweifeln und Pessimismus äußert. Diese öffentliche Wahrnehmung ist stark von der Angst vor einem wirtschaftlichen Niedergang geprägt. Es gibt berechtigte wirtschaftliche Sorgen: Investitionen stagnieren, die Bauwirtschaft schwächelt und es herrscht Unsicherheit durch den Umbau zu einer klimafreundlichen Wirtschaft. Diese Ängste sind Teil des Phänomens, das als „German Angst“ bekannt ist – ein Klischee, das die ängstliche und sicherheitsfixierte Mentalität der Deutschen beschreibt. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Deutsche Entwicklungen negativer einschätzen als in anderen Ländern, was realwirtschaftliche Folgen hat, da negative Erwartungen Investitionen hemmen können. Die Kritik an den realen wirtschaftlichen Schwächen ist nicht das Problem, sondern die Verengung des Blicks und die daraus resultierende Mutlosigkeit. Ziel dieses Artikels ist es, positive Aspekte der deutschen Wirtschaft hervorzuheben und die Bedeutung von Vertrauen und Zuversicht als Standortfaktoren zu betonen. Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel von Perspective Daily.

Die Ängste der Deutschen

Eine aktuelle Studie mit dem Titel „Die Ängste der Deutschen“, durchgeführt zwischen Mai und Juli 2025, zeigt, dass die Menschen in Deutschland weniger besorgt, jedoch resigniert sind. Das wichtigste Thema, das die Befragten beschäftigt, sind die steigenden Lebenshaltungskosten – 52% der Teilnehmer äußern dies als größte Sorge. Diese Angst vor steigenden Preisen für Einkäufe, Miete und weitere Lebenshaltungskosten belegt seit 1992 ununterbrochen den ersten Platz. Neben den Lebenshaltungskosten sind auch Ängste vor der Überforderung des Staates durch Geflüchtete und mögliche Steuererhöhungen oder Leistungskürzungen (beide mit 49% Zustimmung) weit verbreitet. Der Angstindex ist jedoch gesunken – von 42% im Jahr 2024 auf 37% im Jahr 2025, was den niedrigsten Wert seit 1992 darstellt. Diese Daten stammen aus einer Befragung von rund 2.400 Personen ab 14 Jahren, geleitet von Grischa Brower-Rabinowitsch und veröffentlicht von der R+V-Versicherung. Weitere Details sind in der Studie auf Tagesschau zu finden.

Ein Blick in die Zukunft

Die Studie „Die Ängste der Deutschen 2025“ zeigt, dass die Ängste trotz globaler Krisen und wirtschaftlicher Unsicherheit insgesamt sinken. Politikwissenschaftlerin Isabelle Borucki, die die Studie begleitet hat, erklärt, dass der Fokus der Menschen zunehmend auf dem Hier und Jetzt liegt. Während die Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten nach wie vor dominiert, zeigt sich auch eine leichte Verbesserung im Vertrauen in deutsche Politiker: Die Angst vor der Überforderung der Politik sank von 49% auf 42%. Trotz dieser positiven Tendenzen bleibt die Unzufriedenheit mit der politischen Führung hoch, was sich in einer Durchschnittsnote von 3,8 für Politiker widerspiegelt. Auch die Sorgen vor autoritären Herrschern weltweit sind gestiegen. Diese Facetten der deutschen Ängste sind auf DW detailliert beschrieben.

Insgesamt zeigt sich ein komplexes Bild der deutschen Ängste und Hoffnungen. Während die Sorgen um wirtschaftliche Aspekte und gesellschaftliche Veränderungen nach wie vor bestehen, gibt es auch Lichtblicke, die darauf hindeuten, dass Vertrauen und Zuversicht nicht gänzlich verloren gegangen sind. In dieser Gemengelage gilt es, die positiven Aspekte der deutschen Wirtschaft zu betonen und einen Ausblick auf mögliche Entwicklungen zu wagen.