Mülsen steht vor einer Herausforderung: Trotz seiner flächenmäßig weitestgehenden Ausdehnung in Sachsen, die sich über 15 Kilometer erstreckt, sind die bestehenden Busverbindungen aus der Sicht der Mobilität unzureichend. Die aktuelle Situation trifft insbesondere Senioren und Menschen ohne eigenes Auto, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind. Laut einem Bericht von Freie Presse ist die unattraktive Gestaltung der Buslinien einer der Gründe, warum viele Fahrgäste auf die Nutzung verzichten.
Die Pläne zur Verbesserung der Busverbindungen sind bereits in der Diskussion, jedoch fehlt es an einer zentralen Haltestelle, an der die Fahrgäste umsteigen können. Dies führt dazu, dass die Mobilitätsangebote für viele Bürger unübersichtlich und zeitaufwendig sind. Ein erster Schritt könnte die Optimierung der Buslinie 138 sein, die eine Verbindung zur Zentralhaltestelle in Zwickau anbietet.
Buslinie 138 und deren Ausbau
Die Buslinie 138 bietet eine Verbindung zwischen verschiedenen Haltestellen in Mülsen und Zwickau, jedoch sind Fahrzeiten und Regelmäßigkeit verbesserungswürdig. Auf der Strecke von der Zentralhaltestelle in Zwickau aus gibt es eine Reihe von Haltestellen, die in einem relativ kurzen Zeitraum angefahren werden. Die Abfahrt und Ankunft an relevanten Haltestellen sind wie folgt:
Haltestelle | Fahrtzeit |
---|---|
Zentralhaltestelle, Zwickau | 4 min |
Amtsgericht, Zwickau | 2 min |
Zentrum, Zwickau | 3 min |
Brückenberg, Zwickau | 3 min |
Friedrichsruh, Zwickau | 2 min |
Colombstr., Zwickau | 1 min |
St.Jacob Lippoldsruhe, Mülsen | 2 min |
St.Jacob ehem Hotel Linde, Mülsen | 2 min |
St.Jacob Verwaltungszentrum, Mülsen | 2 min |
St.Jacob Zennerbrücke, Mülsen | 2 min |
St.Niclas Meisterhaus, Mülsen | 2 min |
Ortmannsdorf ehem. Bahnhof, Mülsen | 2 min |
Neuschönburg Wendestelle, Mülsen | 2 min |
Barrierefreiheit als Schlüssel zur Attraktivitätssteigerung
Ein zentraler Aspekt, der für die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs in Mülsen verbessert werden muss, ist die Barrierefreiheit. Ein Bericht des Zukunftsnetzwerk ÖPNV hebt hervor, dass Barrierefreiheit eine zentrale Rolle in der ÖPNV-Strategie 2030 spielt. Um einer breiten Bevölkerungsschicht gerecht zu werden, sind Mobilitätsangebote erforderlich, die für alle Bürger zugänglich sind.
Die Förderung barrierefreier Fahrzeuge und Infrastruktur ist dringend notwendig. Fahrzeuge sollten mit Ausstattungsmerkmalen wie Stellplätzen für Rollstühle und Fahrräder sowie modernen Informationssystemen ausgestattet werden. Auch für die Haltestellen muss eine kontinuierliche Überprüfung und Anpassung an die Barrierefreiheit erfolgen. Zudem sollten die regionalen Verkehrsunternehmen durch das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) unterstützt werden, um Investitionen in barrierefreie Angebote anzuregen.
Insgesamt stehen die Zeichen für eine notwendige Verbesserung in Mülsen gut, denn die Bedürfnisse der Bürger sind klar umrissen. Jetzt ist es an der Zeit, diese Pläne in die Tat umzusetzen.