Am frühen Morgen des 3. April 2025 stoppte die Bundespolizei auf der A4 zwischen Bautzen und Dresden zwei Personen, die ohne gültige Aufenthaltsdokumente unterwegs waren. Der erste Vorfall ereignete sich um 2:40 Uhr, als ein BMW-Mietwagen in Richtung polnische Grenze angehalten wurde. Der 32-jährige Insasse aus Algerien hatte keine erforderlichen Reisedokumente bei sich.
Der zweite Vorfall fand etwa eineinhalb Stunden später statt. Ein polnischer Kleinbus, der aus Richtung Grenze kam, wurde kontrolliert. In diesem Fahrzeug befand sich eine 56-jährige Ukrainerin, die in Deutschland als Pflegekraft arbeiten wollte, jedoch weder ein Visum noch eine Arbeitserlaubnis vorweisen konnte. Beide Personen wurden in Gewahrsam genommen und es wurden Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz sowie unerlaubter Beschäftigung eingeleitet.
Rechtliche Konsequenzen von illegalem Aufenthalt
Personen, die illegal in Deutschland leben, müssen mit erheblichen rechtlichen und praktischen Konsequenzen rechnen. Nach dem Aufenthaltsgesetz gilt der illegale Aufenthalt als Straftat. Mögliche Strafen reichen von Geldbußen bis zu Freiheitsstrafen, insbesondere bei Wiederholungstätern oder weiteren Straftaten. Zudem können Ausländerbehörden die Abschiebung von Personen ohne gültigen Aufenthaltstitel anordnen, was oftmals persönliche und familiäre Belastungen mit sich bringt.
Die Auswirkungen eines illegalen Aufenthalts sind nicht nur strafrechtlich relevant. Ein Eintrag im Bundeszentralregister kann die zukünftigen rechtlichen und beruflichen Möglichkeiten der Betroffenen beeinträchtigen. Nach einer Abschiebung kann zudem eine Wiedereinreisesperre verhängt werden, die eine erneute Einreise nach Deutschland für einen bestimmten Zeitraum verweigert.
Besondere Umstände und Duldung
Es gibt jedoch auch Ausnahmen, bei denen humanitäre Gründe oder besondere Umstände zu einer Duldung führen können. Diese ermöglichen es Betroffenen, rechtlich in Deutschland zu bleiben, auch wenn sie formell nicht über die erforderlichen Dokumente verfügen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Personen mit illegalem Aufenthaltsstatus in der Regel keinen Zugang zu sozialen Leistungen oder staatlicher Unterstützung haben und in der Regel stark eingeschränkte Arbeitsmöglichkeiten bestehen.
Die jüngsten Kontrollen der Bundespolizei verdeutlichen die fortwährenden Herausforderungen, die mit der irregulären Migration verbunden sind. Ermittlungen werden in den Fällen der algerischen und ukrainischen Staatsbürgerin weitergeführt, um die Rechtslage entsprechend zu klären. Diese Vorfälle werfen ein Licht auf die strengen gesetzlichen Rahmenbedingungen für Einreise und Aufenthalt in Deutschland und die damit verbundenen Risiken, vor denen viele Migranten stehen. Denn sowohl die illegale Einreise als auch der illegale Aufenthalt werden nach deutschem Recht als Straftaten angesehen, die ernsthafte Folgen nach sich ziehen können. anwalt.de berichtet, dass … und weitere Details zur rechtlichen Grundlage und den möglichen Strafen erläutert.
anwalt.org ergänzt, dass bereits bei der illegalen Einreise mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe zu rechnen ist.