Am Nikolaifriedhof in Görlitz wurde das Wappen der Familie Emmerich am Grufthaus restauriert. Die Restaurierung, welche von den Restauratoren Sven Hübner und Heiko Helm durchgeführt wurde, sorgt dafür, dass die Farben Azurblau, tiefes Grün, Zinnoberrot, Schwarz, Gold und Silber des Wappens wieder in vollem Glanz erstrahlen. Zudem wurde das Tor des Grufthauses renoviert und präsentiert sich nahezu wie neu. Die letzte umfassende Sanierung dieses historischen Grufthauses liegt bereits in den 1980er Jahren zurück.
Die Gesamtkosten für die Sanierungsarbeiten belaufen sich auf 56.000 Euro, die durch eine Spende von Brigitte Otterpohl an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ermöglicht wurden. Das Ehepaar Brigitte und Manfred Otterpohl, das 2006 aus der Nähe von Freiburg nach Görlitz zog, unterstützte regelmäßig Denkmalschutzprojekte und hatte sich zu Geburtstagen Spenden statt Geschenke gewünscht. Das Paar war zuvor durch eine Schulpartnerschaft mit dem Gymnasium Augustum mit Görlitz vertraut geworden und engagierte sich anschließend für verschiedene Projekte in der Region. Im Jahr 2021 plante die Evangelische Kulturstiftung Görlitz die Sanierung des Grufthauses, die von Margrit Kempgen organisiert wurde. Manfred Otterpohl verstarb im Oktober 2024. Weitere Sanierungsarbeiten, unter anderem die Erneuerung der Fassade in kräftigem Ocker, sind bereits in Planung.
Unterstützung für die Nikolaikirche
Parallel zu den Restaurierungen am Grufthaus erhält die Nikolaikirche in Görlitz ebenfalls bedeutende Unterstützung. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) fördert die Restaurierung des Südportals der Nikolaikirche mit einer Summe von 35.000 Euro. Der Fördervertrag wird an Margrit Kempgen, die ebenfalls mit der Evangelischen Kulturstiftung Görlitz verbunden ist, übergeben.
Die geplanten Restaurierungsmaßnahmen umfassen unter anderem die Steinrestaurierung sowie die Reinigung und Entfernung von schädlichen Krusten und Farbresten. Das Südportal wird von ästhetisch gestalteten Sandsteinfiguren flankiert und weist eine spitzbogige Überwölbung auf. Die Nikolaikirche, die um 1100 gegründet wurde, war lange Zeit die einzige Pfarrkirche der Stadt und ist bekannt für ihre beeindruckende Architektur. Die DSD hat bislang über 750 Projekte in Sachsen unterstützt, viele davon dank Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, um den Denkmalschutz zu fördern.