In der Magdeburger Polizeibehörde wurden alarmierende Informationen über den Mann namens Taleb A. bekannt, der kürzlich einen Angriff auf einen Weihnachtsmarkt verübt hat. Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend, als Taleb A. mit einem Fahrzeug in eine Menschenmenge raste und dabei fünf Personen tötete sowie bis zu 235 weitere verletzte. Er wird jetzt des fünffachen Mordes, mehrfachen versuchten Mordes und mehrfachem gefährlicher Körperverletzung beschuldigt und befindet sich in Untersuchungshaft.
Die Ermittlungen rund um Taleb A. sind nicht neu. Der Mann war über Jahre hinweg den Behörden bekannt. Laut Berichten der n-tv.de gab es bereits mehrere Versuche einer Gefährderansprache, darunter ein Gespräch im September 2023 und ein weiteres im Oktober 2024. Letzteres fand kurz vor dem verhängnisvollen Vorfall statt. Zudem wurde bekannt, dass Taleb A. eine Bedrohung gegenüber einem Rechtsanwalt ausgesprochen hatte, der ihn in einem Verfahren vertreten hatte. Dies führte dazu, dass die Polizei ihn an seiner Arbeitsstätte aufsuchte.
Polizeiliche Ermittlungen und Kontaktaufnahme
Am 4. Oktober 2024 trafen Beamte des Polizeireviers Salzlandkreis Taleb A. in der medizinischen Einrichtung an, in der er tätig war. Laut Sozialministerin Petra Grimm-Benne hatte der Ärztliche Direktor keine Kenntnis über die Beweggründe des polizeilichen Besuchs, und Taleb A. war seit Ende Oktober 2024 nicht mehr im Dienst, was auf krankheits- und urlaubsbedingte Abwesenheit zurückzuführen ist.
Die Polizei hatte bereits am 1. Dezember 2023 Ermittlungen eingeleitet, nachdem Taleb A. einen Post auf der Plattform X veröffentlicht hatte. In der Folge wurden am 2. und 4. Dezember 2023 mehrere Versuche unternommen, eine Gefährderansprache durchzuführen, jedoch konnte Taleb A. nicht angetroffen werden. Das Verfahren wurde schließlich eingestellt, was Fragen zur Wirksamkeit der polizeilichen Maßnahmen aufwirft.