Heute ist der 25.02.2026. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat kürzlich China besucht, um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und dem asiatischen Land zu stärken. In Peking traf er sich mit Staatspräsident Xi Jinping und Ministerpräsident Li Qiang, um die „umfassende strategische Partnerschaft“ zwischen beiden Nationen zu vertiefen. Merz bezeichnete China als „umfassenden strategischen Partner“ Deutschlands und wies auf die Notwendigkeit eines fairen Wettbewerbs und von Transparenz im Handel hin.

Ein Höhepunkt des Besuchs war die Ankündigung eines Großauftrags für Airbus: China plant den Kauf von bis zu 120 weiteren Flugzeugen des europäischen Herstellers. Deutschland ist an Airbus beteiligt, was die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen beiden Ländern verdeutlicht. Während des Treffens betonte Xi die große Bedeutung der chinesisch-deutschen Beziehungen und die Bereitschaft zur Vertiefung der Partnerschaft. Merz wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet, die die Chancen für deutsche Unternehmen in China ausloten soll.

Wirtschaftliche Herausforderungen und politische Themen

Die Gespräche fanden im Kontext laufender Handels- und Zollkonflikte mit den USA statt, die die internationale Handelslandschaft stark beeinflussen. Merz sprach auch das Ungleichgewicht in der Handelsbilanz an, das seit etwa zwei Jahren besteht und durch Überkapazitäten in China bedingt ist. Dazu kommen Zugangsbeschränkungen und Exportrestriktionen, die auf der Agenda standen. Zudem wurde der Ukraine-Krieg angesprochen, wobei Merz Deutschlands Ein-China-Politik bekräftigte und die friedliche Vereinigung von China und Taiwan thematisierte.

Diese Reise findet internationale Beachtung und ist Teil einer breiteren Strategie, die die Bundesregierung im Jahr 2023 verabschiedet hat, um die Beziehungen zu China zu gestalten. Die deutsch-chinesischen Beziehungen haben sich seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen im Jahr 1972 vielfältig entwickelt. Im Jahr 2024 betrug das Handelsvolumen mit China etwa 246 Milliarden Euro, was China zwischen 2016 und 2023 zum größten Handelsparter Deutschlands machte.

Die Bedeutung der Beziehungen für Deutschland

Deutschland sieht in China nicht nur einen wichtigen Handelspartner, sondern auch einen Wettbewerber und systemischen Rivalen. In der aktuellen geopolitischen Lage ist die Zusammenarbeit mit China von großer Bedeutung, insbesondere angesichts internationaler Krisen und globaler Herausforderungen. Deutschland orientiert seine Chinapolitik an europäischen Interessen und fördert substantielle, reziproke Beziehungen zur EU mit China.

China wiederum betrachtet Deutschland als Schlüsselpartner in Europa, sowohl wirtschaftlich als auch politisch. Es bestehen jedoch grundsätzliche Meinungsunterschiede, insbesondere in Bezug auf Menschenrechte, Wirtschaftsfragen und internationales Recht. Deutschland hat ein starkes Interesse daran, dass China die Märkte für europäische Unternehmen öffnet und rechtsstaatliche Strukturen weiterentwickelt.

Insgesamt zeigt der Besuch von Bundeskanzler Merz, wie wichtig die deutsch-chinesischen Beziehungen für beide Länder sind. Die bevorstehenden gemeinsamen Regierungskonsultationen in diesem Jahr sowie die geplanten Besuche von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Digitalminister Karsten Wildberger unterstreichen das Engagement, die Partnerschaft weiter zu vertiefen und Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.

Für weitere Informationen zu den deutsch-chinesischen Beziehungen und der aktuellen Politik besuchen Sie bitte Deutschlandfunk oder ZDF Heute.