Am 4. Januar 2025 äußerte sich Kulturminister Rainer Robra zur Kulturförderung in Sachsen-Anhalt. Er betonte, dass trotz anhaltender Sparmaßnahmen Theater und Orchester von Kürzungen ausgenommen seien. Im vergangenen Jahr wurden bereits Verträge für diese Einrichtungen ausgehandelt. Zudem wurden große Investitionen mit Bundesmitteln gebunden, unter anderem für die Kulturstiftung und die Stiftung Dessau Wörlitzer Gartenreich. Robra zeigte sich optimistisch bezüglich eines „vernünftigen Kulturhaushalts“ für das Jahr 2025.

Ein besonderes Highlight in Magdeburg wird die Feier zum 500-jährigen Bestehen der Stadtbibliothek darstellen, die in einem ehemaligen Kaufhaus untergebracht ist. Diese Bibliothek entstand nach der Schließung der Klöster während der Reformation. Für März sind zahlreiche Leseveranstaltungen sowie die Landesliteraturtage geplant. Das Kunstmuseum Magdeburg feiert unterdessen sein 50-jähriges Bestehen und plant große Ausstellungen sowie „Erlebnisnächte“. Die erste große Ausstellung wird am 8. Februar eröffnet und zeigt neue Werke von eingeladenen Künstlern.

Jubiläen und kulturelle Projekte

Ein zentrales Thema in Sachsen-Anhalt wird der 500. Jahrestag des Bauernkrieges sein. In mehreren Orten, darunter Halle, wird diesem Ereignis gedacht. Das Kunstmuseum Moritzburg plant das Projekt „Planetarischer Bauern“, das sich mit Ressourcen und Klimawandel beschäftigt. Außerdem ist für Mai ein Kunstparcours in Allstedt mit Festumzügen und Gesprächen vorgesehen. Ein weiterer wichtiger Punkt in der Region ist die 150-jährige Geschichte des Pretziener Wehrs, das die Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe anstrebt.

Das Bauhaus in Dessau feiert im September sein 100-jähriges Jubiläum mit einem umfassenden Programm. Stiftungsdirektorin Barbara Steiner kündigte monatliche Veranstaltungen und Einblicke in die Hintergründe des Bauhauses an.

Angesichts des 500. Jahrestages des Bauernkrieges und des Todestages von Thomas Müntzer plant Sachsen-Anhalt eine dezentrale Landesausstellung unter dem Titel „Gerechtigkeit 1525“. Diese wird von mehreren Institutionen, darunter die Stiftung Luthergedenkstätten und die Kunststiftung Sachsen-Anhalt, organisiert. Die Ausstellung umfasst sechs Präsentationen an fünf Standorten, die das Wirken Müntzers und die Auswirkungen des Bauernkrieges thematisieren. Ministerpräsident Reiner Haseloff betonte die Bedeutung dieser Veranstaltungsreihe für das Verständnis gesellschaftlicher Entwicklungen.

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Die interaktive Mitmachausstellung „1525! Aufstand für Gerechtigkeyt“ wird am 31. Mai 2024 in Eisleben und Mansfeld eröffnet und läuft bis zum 6. Januar 2026. Darüber hinaus plant das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) zwei große Projekte: Die Ausstellung „Frührenaissance. Mitteldeutschland am Vorabend des Bauernkriegs“ wird ab dem 24. November 2024 zu sehen sein, gefolgt von einem Artist-in-residence-Programm, dessen Ergebnisse ab dem 25. Mai 2025 im Kunstmuseum präsentiert werden sollen. In Allstedt wird zudem ein öffentlicher Kunstparcours zu Themen der Gerechtigkeit und Umbrüche im Mai 2025 eingeweiht. Auch in Stolberg, dem Geburtsort Müntzers, werden zeitgenössische Positionen im Museum Alte Münze reflektiert.

Für die Landesausstellung stehen rund 6 Millionen Euro an finanzieller Unterstützung von Bund und Land Sachsen-Anhalt bereit. Wichtige Termine der Veranstaltungsreihe sind:

  • 31. Mai 2024 – 6. Januar 2026: „1525! Aufstand für Gerechtigkeyt“ in Eisleben und Mansfeld
  • 24. November 2024 – 02. März 2025: „Frührenaissance“ im Kunstmuseum Moritzburg
  • 22. März 2025: Eröffnung der Sonderausstellung im Museum Alte Münze, Stolberg
  • 17. Mai 2025: Einweihung des Kunstparcours in Allstedt
  • 24. Mai 2025: Sonderausstellung im Kunstmuseum Moritzburg
  • 13. Juli 2025: Eröffnung der multimedialen Inszenierung auf Schloss Allstedt