Im westlichen Nordsachsen sind für das Jahr 2025 unterschiedliche Entwicklungen bei den Preisen für Energie, Wasser, Müll und Kitas zu beobachten. Während die Energiepreise für Strom und Gas sinken, erhöhen sich in mehreren Kommunen die Elternbeiträge sowie die Gebühr für Müllentsorgung.

Wie die LVZ berichtet, bleibt der Musterhaushalt bei Mitnetz nicht von positiven Veränderungen unberührt. Im Jahr 2025 zahlt dieser für 2500 kWh Strom nur noch 1093 Euro, was einer Einsparung von 140 Euro oder 11% entspricht. Auch die Gaspreise sinken, insbesondere für Eigenheime mit einem Verbrauch von 17.500 kWh. Beispielsweise müssen Bewohner in Delitzsch nur noch 2094 Euro zahlen, was einem Rückgang von 8% entspricht. In Eilenburg sind es sogar 15% weniger, während Schkeuditz mit 1956 Euro den günstigsten Preis bietet.

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Erhöhungen bei Elternbeiträgen und Müllpreisen

Gleichzeitig erhöhen sich die Elternbeiträge in zwei Dritteln der Kommunen erheblich. In Schkeuditz steigen die Gebühren um 27% für Krippen und um 29% für den Hort. So kostet ein Platz für ein Krippenkind (9 Stunden) nun 285 Euro, was einen Anstieg um 61 Euro darstellt. Auch die Müllpreise werden teurer: Ein zwei Personen-Haushalt muss für die Müllentsorgung 127 Euro bezahlen, eine Erhöhung von 12%. In Eilenburg liegt die Erhöhung bei 27%, bleibt jedoch mit 116 Euro günstiger als der Rest des Landkreises.

Zusätzlich steigen die Wasserpreise in Eilenburg-Wurzen, wo 160 m³ Wasser von 475 Euro auf 545 Euro erhöht werden, was einer Anhebung um 15% entspricht. Die Stabilität der Preise wird bis Ende 2026 in Eilenburg, Wurzen und Bad Düben gewährleistet. Auch die Abwasserpreise werden angehoben; in Eilenburg liegt die Steigerung bei 8%, was 35 Euro pro Jahr für 160 m³ bedeutet. In Schkeuditz, Taucha und Delitzsch wird eine Neukalkulation erst ab 2026 erfolgen.

In einem weiteren Bericht weist Focus darauf hin, dass mehrere Kommunen in Deutschland, unter anderem in Bochum, Köln und Münster, ebenfalls auf Preiserhöhungen bei Nebenkosten setzen. Die Müllabfuhr kosten steigen dort um 5 bis 10%, was in einigen Städten zu Jahreskosten von über 900 Euro für die Leerung einer 240-Liter-Tonne führen kann. Zudem sind auch Trinkwassergebühren betroffen, wobei verschiedene Städte ebenfalls Anpassungen vornehmen werden.