Ein 37-Jähriger steht ab heute um 9.00 Uhr vor dem Landgericht Halle (Saale), wie Welt.de berichtete. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, einen Anschlag mit einer selbstgebauten Kofferbombe geplant zu haben. Ziel des Anschlags sollen möglichst viele Menschen gewesen sein, insbesondere ausländische Menschen mit dunkler Hautfarbe.

In der Wohnung des Angeklagten wurde ein sieben Kilogramm schwerer Sprengsatz gefunden, der in einem silbernen Koffer verbaut war. Die Behörden gehen davon aus, dass der Angeklagte die Kofferbombe aus fremdenfeindlichen und rassistischen Motiven verwenden und darüber hinaus weitere Waffen herstellen wollte.

Anklagepunkte und weitere Vorwürfe

Der Prozess ist auf insgesamt sechs Verhandlungstermine bis Anfang Februar angesetzt. Laut aktuel-lde24.com soll der Angeklagte im April 2024 einen Passanten rassistisch beleidigt und mit einem Softair-Sturmgewehr bedroht haben. Während einer Durchsuchung seiner Wohnung erkannten Passanten SS-Runen an einer Wand.

Die Anklagepunkte gegen den 37-Jährigen sind gravierend und umfassen die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, den strafbaren Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen sowie die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Der Angeklagte bestreitet im Wesentlichen die Tatvorwürfe.