Am 31. Dezember 2024 blickt Polizeipräsident René Demmler auf ein ereignisreiches Jahr zurück, in dem die Polizeidirektion Leipzig sowohl mit Herausforderungen als auch mit Höhepunkten konfrontiert wurde. Die Fußball-Europameisterschaft im Juni und Juli stellte eines der zentralen Ereignisse dar und erforderte umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen.

Insgesamt gab die Polizeidirektion über 600 Medieninformationen heraus und verzeichnete über 90.000 registrierte Straftaten im Jahr 2024. Während die Notrufe auf über 136.000 zurückgingen (im Vergleich zu 153.000 im Jahr 2023), leistete die Polizei mehr als 183.000 Einsätze, was einem Durchschnitt von über 550 pro Tag entspricht. Ein besonderer Fokus lag auf der Eigentumskriminalität und Verkehrsunfällen, wo mehr als 22.500 Unfälle registriert wurden, darunter 38 Verkehrstote, was einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr darstellt.

Besondere Einsätze und präventive Maßnahmen

Besonders herausfordernd war die Organisation rund um die Fußball-Europameisterschaft, die von Mitte Juni bis Mitte Juli stattfand. Wie [polizei.sachsen.de] berichtete, wurde die Einsatzplanung bis zu 15 Monate im Voraus vorbereitet, mit rund 2.000 Polizeikräften an den Spieltagen. Diese Sicherheitsvorkehrungen umfassten auch Unterstützung durch andere Polizeidirektionen und internationale Kräfte. Verkehrseinschränkungen sowie die Einrichtung eines Sicherheitsbereichs rund um das Stadion waren notwendig, um die Sicherheit der Bevölkerung, Besucher und Teams zu gewährleisten.

Im Jahr 2024 wurden zahlreiche tragische Vorfälle registriert, darunter ein schwerer Busunfall auf der Autobahn 9 am 27. März, bei dem vier Personen starben und viele weitere verletzt wurden. Auch ein Brand beim Highfield Festival im August, bei dem 65 Personen ärztlich behandelt werden mussten, stellte eine Herausforderung für die Einsatzkräfte dar. Hinzu kamen mehrere Ermittlungen wegen Tötungsdelikten, darunter der Fall einer 48-Jährigen, die tot aufgefunden wurde, und ein Doppelmord am 16. Februar, wo zwei Beschuldigte verurteilt wurden.

Zu den weiteren bedeutsamen Ereignissen zählen Bauernproteste zu Jahresbeginn und ein anhaltendes Engagement der Polizei in der Präventionsarbeit, wie etwa Radfahrausbildungen für Schüler und Kampagnen gegen Telefonbetrug, die über 3.000 Teilnehmende mobilisierten. Auch ein sexueller Übergriff im Studentenwohnheim am 1. August sowie zwei Explosionen in einer Bankfiliale in Colditz am 24. Dezember waren Teil der Einsätze der Polizeidirektion Leipzig in diesem Jahr.