In der Diskussion um die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfinden wird, äußert Uli Hoeneß, der Ehrenpräsident von Bayern München, erhebliche Bedenken zur geplanten Teilnehmerzahl von 48 Teams. Hoeneß ist überzeugt, dass eine maximale Teilnehmerzahl von 32 Teams nicht nur angemessener, sondern auch entscheidend für die Qualität des Spiels ist. Er befürchtet, dass durch die höhere Anzahl an Spielen und die damit verbundenen Belastungen die Gesundheit der Spieler gefährdet wird. Diese Bedenken äußerte er in einem Interview, in dem er das aktuelle Format mit der WM 1974 verglich, an der nur 16 Teams teilnahmen und die seiner Meinung nach zu einer höheren Spielqualität führte. Weitere Kritik übt Hoeneß an der Verleihung des FIFA-Friedenspreises an den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, die er als „deplatziert“ bezeichnete. In diesem Kontext fordert er FIFA-Präsident Gianni Infantino auf, den Fokus stärker auf den Fußball zu legen und andere Themen als zweitrangig zu behandeln. Infantino sieht sich aufgrund seiner Beziehung zu Trump bereits in der Kritik, insbesondere nach der Preisverleihung während der WM-Auslosung in Washington.[1]
Hoeneß‘ Warnungen sind nicht unbegründet. Die FIFA plant nicht nur eine Erweiterung der Teilnehmerzahl, sondern sieht dies auch als einen Schritt zur Stärkung des globalen Einflusses des Fußballs und zur Einbeziehung mehrerer Länder. Kritiker wie Hoeneß befürchten jedoch, dass diese Expansion auf Kosten der Spieler-Gesundheit und der Qualität der Spiele geht. Der Ehrenpräsident des FC Bayern München ist überzeugt, dass eine zu große Anzahl an Teams und Spielen die Spieler überlastet und die Gefahr von Verletzungen erhöht. Dies könnte letztlich auch die Attraktivität des Turniers beeinträchtigen, da die Qualität der Spiele sich verschlechtern könnte.[2]
Regeländerungen zur Spieler-Gesundheit
Um den gesundheitlichen Risiken entgegenzuwirken, hat die FIFA Trinkpausen in jeder Halbzeit der WM 2026 eingeführt. Diese Pausen sollen jeweils drei Minuten dauern und nach etwa 22 und 67 Minuten Spielzeit stattfinden. Die Regel gilt unabhängig von den Wetterbedingungen und wurde offiziell von WM-Turnierdirektor Manolo Zubiria beim „World Broadcaster Meeting“ in Washington D.C. bekannt gegeben. Die FIFA betont, dass diese Regelung für faire Bedingungen sorgen soll, da sie nicht wetterabhängig ist. Experten jedoch hegen Zweifel an den wahren Motiven hinter dieser Entscheidung und vermuten finanzielle Interessen, da die Trinkpausen auch Platz für Werbepausen während der TV-Übertragungen bieten. Diese Änderungen kommen zudem in einem Kontext, in dem die FIFA wegen gestiegener Ticketpreise im Vergleich zu vorherigen Turnieren in der Kritik steht.[3]
Die Diskussion um die Balance zwischen der Expansion der WM und der Qualität der Spiele wird in den kommenden Jahren sicherlich fortgesetzt werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Spieler-Gesundheit und die Spielqualität unter den neuen Bedingungen entwickeln werden und ob die FIFA auf die Bedenken von Persönlichkeiten wie Hoeneß reagieren kann.