Am 6. Januar 2025 fand im Foyer des Bischöflichen Ordinariats in Dresden die traditionelle Haussegnung statt. Dieser jährliche Anlass, der mit dem Dreikönigstag gefeiert wird, wurde in diesem Jahr im Zeichen des bevorstehenden Umzugs der Belegschaft ins Propst-Beier-Haus durchgeführt. Nach einer gemeinsamen Andacht segnete Generalvikar Andreas Kutschke die Büros der Mitarbeiter mit Weihrauch und Weihwasser.

Ein besonderer Brauch ist das Anbringen des Sternsinger-Segens 20 * C + M + B + 25 an den Türstöcken. Kutschke betonte bei der Zeremonie die Bedeutung der Botschaft Gottes und wies darauf hin, dass dies die letzte Haussegnung in dieser Form im aktuellen Gebäude des Ordinariats ist. Das etwa 40 Jahre alte Gebäude hat einen hohen Sanierungs- und Modernisierungsbedarf. Daher wurde der Umzug ins Propst-Beier-Haus als die sinnvollste und kostengünstigste Variante identifiziert, um die Verwaltungszentrale des Bistums Dresden-Meißen in die Dresdner Innenstadt zu verlegen.

Hintergrund zur Haussegnung

Die Feier des Dreikönigstages hat eine vielfältige Bedeutung und ist international auch als Epiphanie bekannt. An diesem Tag ziehen die Sternsinger traditionell von Haus zu Haus, um den Segen zu bringen. Die geschichtliche Tradition der Haus- und Türsegnungen ist tief verwurzelt und geht bis in die Antike zurück, in der verschiedene Kulturen Symbole zur Absicherung von Eingängen verwendeten. Eine dieser Traditionen ist das C+M+B, das für die Heiligen Drei Könige oder für die lateinische Formel „Christus Mansionem Benedicat“ steht, was so viel bedeutet wie „Christus segne dieses Haus“.

Zusätzlich wird angemerkt, dass die Sternsingeraktion die größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder weltweit darstellt. In den Jahren 2021 und 2022 konnten die Sternsinger aufgrund der Corona-Pandemie nicht überall segnen, doch während dieser Zeit wurde der Ritus der Haussegnung in vielen Familien wiederentdeckt.

Der Umzug ins neue Propst-Beier-Haus ist ein Resultat eines mehrjährigen Planungsprozesses, der durch den Diözesen-Vermögensverwaltungsrat und andere Gremien unterstützt wurde. Das heutige Fest vereinte also nicht nur den Brauch der Haussegnung, sondern auch einen Schritt in die Zukunft der Verwaltung des Bistums.