Am 13. März 2025 wurde in Halle (Saale) der „Lernpfad der Kinderrechte“ feierlich eröffnet. Diese Initiative, die in Zusammenarbeit zwischen der Stadt Halle (Saale) und dem Deutschen Kinderhilfswerk entstanden ist, zielt darauf ab, sowohl Kindern als auch Erwachsenen Zugang zu den grundlegenden Themen der Kinderrechte zu bieten. Die Einweihung fand in Anwesenheit von Katharina Brederlow, der Beigeordneten für Bildung und Soziales, sowie Daniela Tews vom Deutschen Kinderhilfswerk statt. Mirko Petrick, der Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt, moderierte die Veranstaltung.

Der Lernpfad umfasst zehn Stationen, die an verschiedenen Orten in der Stadt aufgestellt sind. Jede Station besteht aus einem Schilder im DIN-A2-Format, der spezifische kinderrechtliche Themen behandelt. Die Stationen sind mit interaktiven Angeboten versehen, um das Lernen spielerisch zu gestalten. Unterstützt wurden die Initiatoren von Schülerinnen und Schülern der Ersten Kreativitätsschule, die als Kinderrechteschule ausgezeichnet ist.

Umfang und Struktur des Lernpfads

Der Lernpfad erstreckt sich über einen Rundkurs von etwa sieben Kilometern und führt vorbei an vielen Spielplätzen sowie dem Kinder- und Jugendbüro. Ziel des Projekts ist es, eine ansprechende und didaktisch versierte Umgebung zu schaffen, die spielerische Lernangebote für die gesamte Familie bereitstellt. Der Lernpfad ist jederzeit zugänglich, was eine flexible Nutzung ermöglicht und Kindern und Erwachsenen eine Möglichkeit bietet, sich über die Ansprüche und Potenziale von Kinderrechten Gedanken zu machen.

Die Stationen des Lernpfads sind an attraktiven Orten platziert. Dazu gehören:

  • Hof Jenastift, Gustav-Anlauf-Straße 7: Thema – Alle Kinder haben die gleichen Rechte.
  • Franckesche Stiftungen, Franckeplatz 1, Haus 33: Thema – Recht auf Bildung.
  • Spielplatz Schülershof, Schülershof 2: Thema – Recht auf Schutz vor Gewalt.
  • Lyonel-Feininger-Gymnasium, Gutjahrstraße 1: Thema – Recht, meine Rechte zu kennen.
  • Am Planetarium, Holzplatz 5: Thema – Recht auf Medien & Information.
  • Am Salinemuseum, Mansfelder Straße 52: Thema – Recht auf Spiel, Freizeit & Erholung.
  • Spielplatz Würfelwiese, An der Schleuse 1: Thema – Recht auf Gesundheit.
  • Spielplatz Thaliawiese, Harz 11: Thema – Recht auf Privatsphäre.
  • Spielplatz Stadtpark, Straße der Opfer des Faschismus: Thema – Recht auf Förderung bei einer Behinderung.
  • Kinder- & Jugendbüro, Hansering 20: Thema – Recht auf Beteiligung.

Die Inhalte sind so gestaltet, dass sie Kindern im Alter vom Kleinkindalter bis zur Grundschule zugänglich sind. Spielerisch fördern sie Motorik, Sinneswahrnehmung und soziale Kompetenzen wie Empathie und Rücksichtnahme.

Eine nachhaltige Initiative zur Förderung von Kinderrechten

Das Deutsche Kinderhilfswerk, das seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland eintritt, hat sich durch diese Initiative noch einmal hervorgetan. Der Verein finanziert seine Projekte überwiegend durch private Spenden und unterhält etwa 40.000 Standorte für Spendendosen in Deutschland. Die Methodendatenbank des Deutschen Kinderhilfswerkes bietet praxisnahe Spiele und Methoden zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu Kinderrechten. Diese Ressourcen sind über die Methodendatenbank abrufbar und dienen als wertvolle Unterstützung für die praktische Umsetzung der Themen in Schule und Freizeit.

Insgesamt leistet der Lernpfad nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Sensibilisierung für Kinderrechte, sondern er ist auch ein Beispiel für eine gelungene Kooperation zwischen Bildungseinrichtungen und gemeinnützigen Organisationen. Die in Halle (Saale) gestartete Initiative könnte als Vorbild für andere Städte dienen, die ebenfalls verstärkt auf die Rechte von Kindern aufmerksam machen möchten.