Heute ist der 14.02.2026. Auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) setzte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit seiner Eröffnungsrede ein deutliches Zeichen für eine neue Richtung in der deutschen Außenpolitik. Merz, der die Konferenz auf eigenen Wunsch eröffnete und damit mit der Tradition brach, sprach sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch zu den internationalen Gästen, darunter mehr als 60 Staats- und Regierungschefs sowie rund hundert Außen- und Verteidigungsminister.

In seiner Ansprache kritisierte Merz die USA für den Bruch gemeinsamer transatlantischer Werte und äußerte seine Bedenken über die unzureichenden europäischen Maßnahmen zur eigenen Sicherheit und wirtschaftlichen Unabhängigkeit. Dabei stellte er eine Zerstörung der internationalen Ordnung fest und bot Washington an, die transatlantischen Beziehungen zu reparieren. Merz betonte, dass eine Annäherung an die USA unter Donald Trump nicht auf Kosten von Grundwerten wie Rechtsstaatlichkeit und Freiheitsrechten gehen dürfe. Diese klare Haltung zeigt, wie wichtig ihm die Stabilität und Integrität der transatlantischen Partnerschaft ist.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Ein Programm der Freiheit für Europa

Merz präsentierte ein „Programm der Freiheit“ für Europa, das er in vier Schritten skizzierte: militärische Aufrüstung Europas, Stärkung der EU, Aufbau einer neuen transatlantischen Partnerschaft und die Schaffung globaler Partnerschaften. Diese Schritte sind besonders relevant in Anbetracht der sich verändernden internationalen Ordnung, die Merz als nicht mehr existent bezeichnete.

Er sprach von einer Kluft zwischen Europa und den USA und appellierte an die amerikanischen Partner, die Beziehung nicht abzuschreiben, da sie nach wie vor großes Potenzial habe. Merz warnte zudem vor den aufstrebenden Großmächten Russland und China und betonte die Notwendigkeit, Abhängigkeiten zu vermeiden. In seiner Rede hob er die Rolle Deutschlands in Europa hervor und kündigte große Investitionen in die Militärkapazitäten an, um die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee Europas auszubauen.

Die Herausforderungen der Großmachtpolitik

Der Kanzler stellte fest, dass Europas Freiheit in der Ära der Großmächte gefährdet sei und forderte „Festigkeit und Willenskraft“, um den Herausforderungen zu begegnen. Im Kontext des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, der den Beginn einer neuen Phase offener Konflikte markiert, wird deutlich, dass Merz die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik europäisch verankern möchte.

Er betonte die Notwendigkeit, die Realität der Großmachtpolitik anzuerkennen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Merz schloss mit dem Aufruf, die Idee von Freiheit und Partnerschaft in die neue Zeit zu übertragen, was die Dringlichkeit und Relevanz seiner Ansprache unterstreicht.

Für weitere Informationen zu Friedrich Merz’ Rede und der Münchner Sicherheitskonferenz lesen Sie bitte die vollständigen Berichte auf Welt und Zeit sowie die offizielle Stellungnahme der Bundesregierung.