Am Mittwochvormittag, den 8. Januar 2025, wurde bei Baggerarbeiten an der Carolabrücke in Dresden eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Diese Bombe, eine britische 250-Kilogramm-Bombe, stellte sich als eine gefährliche Entdeckung heraus, weshalb die Polizei für Donnerstag die Entschärfung plant. Laut ksta.de wurden Evakuierungen in einem Radius von etwa einem Kilometer um die Fundstelle angeordnet, was rund zehntausend Anwohner betrifft. Auch Gewerbetreibende und Hotelgäste müssen diesen Bereich verlassen.
Die Sperrzone umfasst bedeutende Teile des historischen Stadtkerns, einschließlich Sehenswürdigkeiten wie dem Zwinger und der Frauenkirche, sowie Abschnitte der Dresdner Neustadt. Regierungsgebäude wie die sächsische Staatskanzlei und der Landtag fallen ebenfalls unter die Evakuierungen. Das betroffene Gebiet ist ein zentraler Teil der Stadt, was die Evakuierung besonders herausfordernd macht. Die Menschen sind angehalten, bis 9:00 Uhr am Donnerstag, den 9. Januar 2025, ihre Wohnungen zu verlassen, und die Stadt hat eine Notunterkunft auf dem Messegelände eingerichtet.
Details zur Entschärfung und zur Geschichte der Brücke
Die Entdeckung der Fliegerbombe fand gegen 8:30 Uhr auf der Altstadtseite der Elbe statt. Der Baggerfahrer stieß während der Abrissarbeiten an der offensichtlich beschädigten Brücke auf den Blindgänger. Die Carolabrücke war im September 2024 teilweise eingestürzt und muss nun vollständig abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Der Einsturz wurde als Folge von Korrosion und dem Eindringen von Feuchtigkeit sowie der Ermüdung von Spannstählen identifiziert. Der geplante Wiederaufbau der Brücke wird voraussichtlich mehr als 140 Millionen Euro kosten, wie saechsische.de berichtet.
In den letzten Jahren kam es in Dresden immer wieder zu Funden von Weltkriegsbomben. Zuletzt wurde im September 2023 eine US-amerikanische Fliegerbombe an der Washingtonstraße gefunden, und im April 2023 führte der Fund einer Weltkriegsbombe in der Zwickauer Straße zur Evakuierung von rund 15.000 Personen. Diese wiederholten Funde verdeutlichen die Gefahren, die noch immer von nicht detonierten Sprengkörpern aus dem Zweiten Weltkrieg ausgehen.
Historische Hintergründe zu Fliegerbomben
Fliegerbomben wie die entdeckte 250-Kilogramm-Bombe waren Teil eines umfangreichen Bombenangriffs, der insbesondere auf deutsche Städte während des Zweiten Weltkriegs abzielte. Bei diesen Angriffen wurden große Sprengbomben abgeworfen, die massive Zerstörungen anrichteten. Wie schutzbauten-stuttgart.de erläutert, konnten diese Bomben durch explosionsbedingte Druckwellen Gebäude bis zu 100 Meter im Umkreis zerstören.
Ungeachtet der Gefahren, die diese verbliebenen Bomben darstellen, wird der zügige Wiederaufbau der Carolabrücke als notwendig erachtet, um die infrastrukturellen Herausforderungen der Stadt anzugehen. Die Dresdner Verwaltung plant, so schnell wie möglich mit dem Neubau zu beginnen, um ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren zu vermeiden.