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Freitag, 4. April 2025

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Film über Radikalisierung: Constanze Klaue begeistert in Bautzen!

Der Film „Mit der Faust in die Welt schlagen“ unter der Regie von Constanze Klaue feierte kürzlich seine Premiere in Bautzen und wird auch in Görlitz aufgeführt. Der Film, der auf dem gleichnamigen Roman von Lukas Rietzschel basiert, beschäftigt sich mit der Radikalisierung zweier Brüder in Ostdeutschland zur Jahrtausendwende. Die Protagonisten Tobi und Philipp, gespielt von Camille Moltzen und Anton Franke, wachsen in der ostsächsischen Provinz auf und erleben eine turbulente Kindheit, die sich durch ihre Lebensumstände drastisch verändert.

In der Erzählung wird das Aufeinandertreffen der Vergangenheit der DDR und die gegenwärtigen Herausforderungen, wie die Aufnahme von Flüchtlingen in ihrem Heimatdorf und die darauffolgenden Proteste, thematisiert. Während einer der Brüder sich zunehmend aus der Gesellschaft zurückzieht, sucht der andere ein Ventil für seine aufgestaute Wut. Die eindringliche Handlung reflektiert die Schwierigkeiten und Perspektivlosigkeit der Jugendlichen in der Region, wie in der Analyse von perlentaucher.de zu erkennen ist.

Premiere und Rezeption

Der Film feierte seine Weltpremiere auf der Berlinale 2023 in der Sektion „Perspectives“. Die ersten Vorstellungen waren schnell ausverkauft und die Kritiken waren überwiegend positiv. Besonders hervorgehoben wurde der Verzicht auf Klischees sowie die Fähigkeit, komplexe Themen sensibel zu behandeln. In der deutschen Presse wird die Bedeutung der Themen, die der Roman und nun auch der Film ansprechen, als sehr relevant erachtet, insbesondere im Kontext der Chemnitzer Ausschreitungen. Saechsische.de berichtet außerdem, dass die Regisseurin nun auf Tour durch Deutschland ist, um die Botschaft ihres Films zu verbreiten.

Die Vorführung in Görlitz ist für heute Abend um 20:00 Uhr angesetzt, gefolgt von einem Filmgespräch, das möglicherweise auch Rietzschel und die Politik-Influencerin Lilly Blaudszun einbezieht, die häufig bei solchen Veranstaltungen anwesend ist. Klaue hatte zudem bereits eine Vorstellung in Berlin, wo sie mit Schülern über den Film sprach.

Drehorte und kreative Umsetzung

Für den Film wurden mehrere markante Schauplätze in Görlitz genutzt, unter anderem die ehemalige Schule Weinhübel und eine Kleingartenanlage. Klaue selbst kehrte nach dem Tod ihres Vaters in dessen Haus in Brandenburg zurück, das ebenfalls als Drehort diente. Diese persönlichen Elemente verleihten dem Film zusätzliche Tiefe. Der Roman von Rietzschel, veröffentlicht 2018 im Ullstein Verlag, ist keine direkte Adaption. Klaue hat eigene akzentuierte Elemente hinzugefügt, um die Geschichte stärker auf die Leinwand zu bringen.

Die Rolle der Eltern wird von Anja Schneider und Christian Näthe gespielt, während Swetlana Schönfeld und Hilmar Eichhorn die Großeltern verkörpern. Auch Rietzschel hat eine kleine Gastrolle im Film, was die Verbindung zwischen Literatur und Film weiter festigt.

Zusätzlich plant Constanze Klaue, noch in diesem Jahr Regie für die filmische Umsetzung des Romans „Superbusen“ von Paula Irmschler in Chemnitz zu führen, was darauf hindeutet, dass ihr künstlerisches Engagement in der deutschen Filmlandschaft weiterhin hoch bleibt.

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