Heute ist der 15.02.2026. In der Fastenzeit, die am 18. Februar beginnt, zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK, dass das Fasten in Deutschland eine steigende Beliebtheit erfährt. Besonders unter den jungen Menschen ist das Interesse groß: Ganze 85 Prozent der unter 30-Jährigen halten Fasten für sinnvoll. Dies ist ein Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren, wo 2025 noch 84 Prozent und 2024 nur 76 Prozent der jungen Generation dem Fasten positiv gegenüberstanden. Insgesamt sehen 70 Prozent aller Befragten Fasten aus gesundheitlicher Sicht als sinnvoll an.

Ein besonders beliebter Verzicht in der Fastenzeit sind Genussmittel. So würden 75 Prozent der Befragten am ehesten auf Alkohol verzichten, gefolgt von 71 Prozent, die Süßigkeiten streichen würden. Auch das Fleisch hat in der Verzichtsliste einen hohen Stellenwert: 52 Prozent könnten sich vorstellen, darauf zu verzichten. Interessanterweise ist die Zustimmung zum Fleischverzicht bei den unter 30-Jährigen mit 66 Prozent höher als bei den über 60-Jährigen, von denen nur 48 Prozent dazu bereit wären. Zudem zeigt die Umfrage, dass eine höhere Bildungsstufe mit einer größeren Bereitschaft zum Verzicht korreliert: 75 Prozent der Befragten mit Abitur oder Studium finden einen Verzicht sinnvoll, im Gegensatz zu 51 Prozent derjenigen mit Hauptschulabschluss.

Fasten als Gesundheitsbooster

Die Fastenzeit umfasst 46 Tage vor Ostern, wobei es 40 Fastentage und sechs fastenfreie Sonntage gibt. Rund 50 Prozent der Befragten haben bereits mehrmals gefastet, und 15 Prozent haben dies einmal getan. Ein interessanter Trend zeigt sich auch im Bereich des Digital Detox: 27 Prozent der Befragten können sich vorstellen, während der Fastenzeit auf Smartphone und Internet zu verzichten, um mehr Zeit für sich selbst zu gewinnen. Der Wunsch nach Stressreduzierung ist dabei ein häufig genannter Grund.

Wie die DAK-Studie zeigt, ist Fasten nicht nur eine Tradition, sondern auch ein Weg, um die Gesundheit zu fördern. Fasten hat sich als wirksame Methode etabliert, die von verschiedenen wissenschaftlichen Ansätzen unterstützt wird. Laut Andreas Michalsen, Ernährungsmediziner an der Charité Berlin, gibt es mehrere Fastenmethoden, die jeweils unterschiedliche Vorteile bieten. Vom Scheinfasten über Heilfasten bis hin zum Intervallfasten – jede Methode hat ihre eigene Zielsetzung und Wirkungsweise, wobei einige Studien positive Effekte auf den Stoffwechsel und gesundheitliche Marker zeigen.

Fasten im gesellschaftlichen Kontext

Die DAK-Umfrage von 2025 zeigt, dass der Anteil der Menschen, die Fasten ablehnen, rückläufig ist. Dies könnte darauf hindeuten, dass immer mehr Menschen die Vorteile des Fastens erkennen. Während 18 Prozent der Befragten Fasten ablehnen, ist dieser Anteil in den letzten Jahren gesunken. Fasten wird zunehmend als eine Möglichkeit angesehen, nicht nur den Körper zu entgiften, sondern auch die eigene Lebensweise zu überdenken.

Die Fastenzeit bietet also nicht nur eine Gelegenheit, auf bestimmte Genussmittel zu verzichten, sondern auch die Chance, sich mit der eigenen Lebensweise auseinanderzusetzen und möglicherweise neue, gesündere Gewohnheiten zu entwickeln. Die bevorstehende Fastenzeit könnte somit für viele Menschen ein Startpunkt sein, um sowohl körperlich als auch geistig einen Neuanfang zu wagen. Für eine detaillierte Betrachtung der Umfrageergebnisse und der verschiedenen Fastenmethoden werfen Sie einen Blick auf die ausführliche Analyse in den Quellen: SZ, DAK und Focus.