Die Situation im Nahen Osten hat sich in den letzten Wochen dramatisch zugespitzt, was zu einem massiven Rückholbedarf für deutsche Staatsbürger geführt hat. Über 30.000 Deutsche sind laut der Krisenvorsorgeliste Elefand des Auswärtigen Amtes in der Region gestrandet. Die tatsächliche Zahl könnte sogar noch höher sein, da viele Menschen Schwierigkeiten haben, aus gesperrten Lufträumen im Irak, Bahrain, Kuwait und Katar zu entkommen. Inmitten dieser Unsicherheit hat die Bundesregierung bereits mehrere Sonderflüge organisiert, um besonders verletzliche Gruppen zu evakuieren. So wurden vier Sonderflüge aus Maskat, Oman, sowie ein Flug aus Riad, Saudi-Arabien, ins Leben gerufen. Diese Flüge sind speziell für „vulnerable Menschen“ wie Schwangere, Kranke und Kinder vorgesehen, die per Bustransport zu den Flughäfen gebracht wurden. Außenminister Wadephul betonte die Wichtigkeit dieser Evakuierungsflüge, um den betroffenen Menschen zu helfen, sicher nach Deutschland zurückzukehren. Ein weiterer Sonderflug aus Riad wird am Abend in Berlin erwartet. Die Rückholaktion wurde am 12.03.2026 im Programm Deutschlandfunk angekündigt und ist Teil einer umfassenden Anstrengung, die vielen gestrandeten Deutschen eine Rückkehr zu ermöglichen (Deutschlandfunk).

Die Evakuierungsflüge sind jedoch nicht ohne Herausforderungen. Der Flugverkehr im Nahen Osten ist stark eingeschränkt, was die Rückkehr für viele Bürger erheblich erschwert. Viele Staaten in der Region haben ihren Luftraum geschlossen, und Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest. Bereits in Frankfurt, München und Düsseldorf sind erste Evakuierungsflüge aus Maskat gelandet. Der erste Flug von Maskat nach Frankfurt war für 280 Passagiere ausgelegt, kam jedoch mit Verspätung an. Weitere Flüge sind für die kommenden Tage geplant, darunter zwei weitere von Maskat nach Frankfurt mit jeweils etwa 200 Personen. Auch andere europäische Länder, wie Frankreich, Bulgarien und Großbritannien, organisieren Evakuierungen für ihre Staatsbürger (Tagesschau).

Schutz für Schwangere, Kranke und Kinder

Die Bundesregierung hat klar erklärt, dass die Rückholaktion insbesondere alte, kranke, schwache Menschen sowie Kinder und Schwangere priorisiert. Außenminister Johann Wadephul kündigte an, dass die ersten Rückflüge bereits am Dienstag stattgefunden haben. Die Passagiere müssen zunächst aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Oman ausreisen, bevor sie auf die Rückflüge nach Deutschland umsteigen können. Lufthansa plant den Einsatz eines Airbus A340-300 für diese Rückflüge und hat weitere Flüge in den kommenden Tagen angekündigt. Es bleibt jedoch unklar, wann der Konflikt im Iran endet und ob die Rückholaktionen problemlos fortgesetzt werden können (ZDF heute).

In einem weiteren Schritt fordern politische Akteure, wie der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic, eine Erweiterung des Personenkreises für Evakuierungsflüge, um auch anderen deutschen Staatsbürgern in der Region zu helfen. Währenddessen haben viele gestrandete Pauschalreisende bereits die Rückkehr nach Deutschland geschafft, oft durch die Unterstützung ihrer Reiseveranstalter. Das Bild bleibt jedoch angespannt, und die Situation erfordert ständige Aufmerksamkeit und Anpassungen der Evakuierungsmaßnahmen.