Angelika Winkelmann, 68 Jahre alt, befindet sich in der Helios Klinik in Sangerhausen und muss sich mit den Auswirkungen einer unerwünschten Reaktion auf eine Infusion auseinandersetzen. Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, verspürt sie starke Unwohlsein und Fieber. Ihre Sorge gilt vor allem der Infusion, die sie nicht verträgt. Aufgrund dieser Beschwerden hofft sie auf schnelle Hilfe und bittet darum, die Infusion zu entfernen.
Solche allergischen Reaktionen können schwerwiegende Folgen haben. Laut Allergiecheck sind anaphylaktische Schocks potenziell lebensbedrohlich und können durch eine Vielzahl von Allergenen ausgelöst werden. Zu den häufigen Auslösern gehören Nahrungsmittel wie Erdnüsse und Meeresfrüchte, Insektengifte und bestimmte Medikamente. In vielen Fällen sind Betroffene sich ihrer Allergien nicht bewusst, was das Risiko eines schweren Anfalls erhöht.
Allergische Reaktionen verstehen
Die Risikofaktoren für Anaphylaxie sind vielfältig. So können akute Infekte, körperliche Anstrengung oder auch Stress dazu beitragen, dass eine allergische Reaktion verstärkt auftritt. Wie von MSD Manuals beschrieben, können Allergien theoretisch jeden Menschen betreffen, unabhängig von der vorherigen Gesundheitsgeschichte. Daher ist es entscheidend, Warnhinweise ernst zu nehmen.
Um das Risiko zukünftiger Reaktionen zu minimieren, können Allergiker von einer Allergen-Immuntherapie profitieren. Diese Therapie dient dazu, die Empfindlichkeit gegenüber bekanntem Allergen zu reduzieren. In der Regel kommt sie bei nicht vermeidbaren, luftgetragenen Allergenen wie Pollen oder Schimmelpilzen zum Einsatz. Die Therapiedauer kann bis zu drei Jahre betragen und erfordert eine schrittweise Dosiserhöhung unter ärztlicher Aufsicht.
Die Durchführung dieser Therapie kann je nach Allergen variieren. Während bei Insektengift-Allergien spezielle Behandlungen zur Vorbeugung schwerwiegender Reaktionen vorhanden sind, wird sie bei vermeidbaren Allergenen wie Penicillin meist nicht empfohlen. Leichte Reaktionen nach Injektionen können in der Regel mit Antihistaminika behandelt werden. Schwere Reaktionen hingegen erfordern sofortige Maßnahmen, einschließlich der Verabreichung von Adrenalin.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass allergische Reaktionen eine ernsthafte Herausforderung darstellen, wie das Beispiel von Angelika Winkelmann zeigt. Die schnelle Identifikation und das Management solcher Reaktionen sind für die Sicherheit der Betroffenen von entscheidender Bedeutung.