Am 16. Januar 2025 warnt die Landestalsperrenverwaltung Sachsen eindringlich vor dem Betreten von Eisflächen auf Flüssen, Talsperren und Wasserspeichern. Trotz der winterlichen Bedingungen, die gefrorene Gewässer begünstigen, ist die Tragfähigkeit des Eises aufgrund schwankender Wasserspiegel und kürzlicher Frostperioden stark eingeschränkt. Dies stellt eine akute Lebensgefahr dar.

Besonders Kinder sind häufig von den zugefrorenen Gewässern angezogen, weshalb Eltern, Lehrer und Erzieher dazu aufgerufen werden, die Gefahren dieser Eisflächen zu kommunizieren. Unter dem Eis können gefährliche Hohlräume entstehen, besonders an Talsperren, was das Risiko eines Einbruchs erheblich erhöht. Die Eisfreihaltungsanlagen an Staumauern tragen dazu bei, dass sich keine geschlossene Eisdecke bildet, jedoch bleibt die Gefahr bestehen, insbesondere auf den dynamischen Flüssen, die in der Regel nicht vollständig zufrieren.

Verhaltensregeln und assoziierte Gefahren

Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen berichtet ebenfalls über die Gefahren des Rodelns auf Deichen, welches verboten ist. Deiche sind als Hochwasserschutzanlagen konzipiert und das Rodeln kann die Grasnarbe beschädigen, die für die Standfestigkeit der Deiche von großer Bedeutung ist. Zudem darf Schnee nicht in Flüsse entsorgt werden, da er dadurch zur Vereisung und damit zu Abflusshindernissen führen kann.

Für Betreiber von Wehren gilt, dass sie diese auch während Frostperioden funktionstüchtig halten müssen. In der Kälte ist besondere Vorsicht geboten, da selbst geringfügige Belastungen zu einem Eisbruch führen können. Die Wasserwacht Bad Staffelstein hebt hervor, dass schneebedeckte Eisflächen meist dünner sind, was die Gefahr eines Einbruchs erhöht. Insbesondere die Unterkühlung, Kraftverlust und Bewusstseinsverlust sind ernste Risiken für Personen, die ins Eis brechen. Schnelles Handeln ist hier entscheidend, da die Beweglichkeit bereits nach wenigen Minuten eingeschränkt wird.

Rettungsmaßnahmen und Erste Hilfe

Die Möglichkeiten zur Selbstrettung auf gefrorenen Gewässern sollten bekannt sein. Bei stabilen Eisflächen empfiehlt es sich, flach auf das Eis zu kriechen, während bei instabilem Eis versucht werden sollte, das Eis mit Ellbogen oder Fäusten zu zerbrechen. Im Falle einer Rettung durch Dritte kann dies für den Retter gefährlich werden, weshalb rescue idealerweise von Land aus erfolgen sollte. Hilfsmittel wie Bretter, Stangen oder Leitern sind dabei nützlich.

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Gerettete Personen müssen schnell flach gelagert werden, ohne bewegt oder gewärmt zu werden, um das Risiko einer Unterkühlung zu minimieren. Es ist wichtig, den Zustand des Gefangenen genau zu beobachten und bei Atem- oder Pulsstillstand umgehend Wiederbelebungsmaßnahmen einzuleiten.

Die zuständigen Stellen empfehlen außerdem, die Broschüre über Eisgefahren, die hilfreiche Tipps und Hinweise enthält. Kontakt zur Landestalsperrenverwaltung Sachsen ist möglich unter Telefon +49 3501 796-379 oder per E-Mail an Presse@ltv.sachsen.de.