Am 21. Dezember 2024 ereignete sich auf einem Weihnachtsmarkt in Magdeburg ein verheerender Anschlag, bei dem mindestens fünf Menschen ums Leben kamen. Darüber hinaus wurden 40 Personen schwer und 90 Personen verletzt, wie tagesschau.de berichtete. Der 50-jährige Attentäter, ein Facharzt für Psychiatrie, wurde als in Deutschland lebender Exil-Saudi-Araber identifiziert. Geboren 1974 in Saudi-Arabien, lebte er seit 2006 in Deutschland und hatte 2016 nach seiner Facharztausbildung einen Schutztitel erhalten.

Vor dem ATTENTAT arbeitete der Mann in einer Klinik im Maßregelvollzug. Berichten zufolge war er zum Zeitpunkt des Anschlags seit Oktober 2024 im Urlaub und krankgeschrieben. Trotz mehrfacher Gewaltandrohungen in sozialen Medien war er den Behörden bekannt, jedoch nicht als Gefährder oder Extremist eingestuft. Er hatte in der Vergangenheit eine Verurteilung wegen Androhung von Straftaten, die jedoch keinen Einfluss auf sein Asylverfahren hatte.

Hintergrund des Attentäters

Der Attentäter hatte in Deutschland gearbeitet, Steuern gezahlt und sich von seinem früheren Glauben abgewandt. Obwohl er ein Exil-Saudi-Araber war, sah er sich selbst als Atheisten und kritisierte sowohl den Islam als auch die deutsche Politik, die seiner Meinung nach zur „Islamisierung“ Deutschlands führten. Er war bekannt dafür, soziale Medien aktiv zu nutzen, wo er rund 40.000 Follower hatte und Interviews über seine aktivistische Arbeit gab.

Laut freilich-magazin.com hatte Saudi-Arabien bereits 2023 und 2024 Warnungen an die deutschen Sicherheitsbehörden gesendet, in denen auf eine mögliche Gefährdung durch den Mann hingewiesen wurde. Trotz dieser Warnungen fühlte sich der Attentäter von Deutschland nicht ausreichend unterstützt und wollte sich offenbar rächen.

Die Ideologie des Attentäters war geprägt von einer tiefen Ablehnung der saudi-arabischen Regierung sowie des Islams, der er einst angehörte. Seine persönlichen Ansichten führten dazu, dass er Kontakte zur AfD pflegte und sich in sozialen Medien aktiv mit deren Politik auseinandersetzte. Darüber hinaus stellte er die Vorstellung in Frage, dass Migration eine Lösung für die Themen Fachkräftemangel und Geburtendefizit sei, und forderte eine Beschränkung der Migration und eine Rückkehr zu stabilen Herkunftsgesellschaften.