Betrugsfälle in der Region: Polizei warnt vor gefährlichen Anrufen!
Betrugsfälle in der Börde: Sparkassenbetrug, Einbruch in Tiernahrungsgeschäft und Verkehrsunfall sorgen für Schlagzeilen.

Betrugsfälle in der Region: Polizei warnt vor gefährlichen Anrufen!
In den letzten Tagen kam es in Sachsen-Anhalt zu mehreren Betrugs- und Diebstahlsdelikten, die sowohl Privatpersonen als auch Geschäfte betrafen. Besonders auffällig ist der jüngste Fall eines Sparkassenbetrugs, der das Vertrauen der Kunden in Online-Banking-Dienste auf die Probe stellt.
Am 15. März 2025 erhielt ein 48-jähriger Mann einen Anruf von einer unbekannten Frau, die sich als Mitarbeiterin der Sparkasse ausgab. Diese informierte ihn über einen angeblichen versuchten Zugriff auf seine Visa-Karte für den Kauf von Bahntickets. In der Folge wurde der Geschädigte dazu aufgefordert, seine Zugangsdaten für das Online-Banking, einschließlich seines Passworts, preiszugeben. Nach der Herausgabe dieser Daten forderten die Betrüger das Push-TAN-Verfahren an. In der Folge wurden 7.750 Euro von dem Konto des Mannes auf ein unbekanntes Konto überwiesen, und der Geschädigte hatte fortan keinen Zugriff mehr auf seine Online-Banking-Daten. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs ein, während die Sparkasse die Kontosperrungen veranlasste. Dies berichtet sachsen-anhalt.de.
Warnung vor Telefonbetrug
Im Kontext von Betrugsfällen müssen Verbraucher besonders vorsichtig sein. So hat ein Urteil des Amtsgerichts Eberswalde vom 6. Dezember 2024 gezeigt, dass die Sparkasse in einem ähnlichen Fall für einen Schaden aufkommen musste. Hierbei wurden einem weiteren Kunden Bankdaten durch einen gleichen Betrugsmodus entzogen. Trotz anfänglicher Ablehnung der Sparkasse, da sie grobe Fahrlässigkeit der Kundin annahm, entschied das Gericht zugunsten der Geschädigten. Diese hatte zwar fahrlässig, jedoch nicht grob fahrlässig gehandelt, da die Rufnummer der Sparkasse angezeigt wurde und Vertrauen schuf. Der Betrug war für die Frau nicht erkennbar, und das Gericht stellte fest, dass die Sicherheitsvorkehrungen der Bank unzureichend waren. Diese Informationen stammen von anwalt.de.
Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, persönliche Daten am Telefon niemals unbedacht preiszugeben und verdächtige Anrufe sofort zu melden. Auch eine Informationsveranstaltung zum Thema Betrugsmaschen, mit dem Titel „Tatort Niedere Börde“, ist für den 30. April im Bürgerhaus Jersleben geplant.
Einbrüche und Diebstähle in der Region
Zusätzlich zu den Betrugsfällen gab es in den letzten Tagen auch mehrere Einbrüche. Am 15. bis 17. März 2025 wurde ein Fachgeschäft für Tiernahrung in Hohenwarsleben angegriffen. Die Täter gelangten über einen Dacheinstieg in die Filiale, brachen den Tresor auf und stahlen etwa 1.000 Euro Bargeld. Vor Ort wurden Werkzeugteile gefunden, die vermutlich für die Tatausführung genutzt wurden. Die Polizei hat umfangreiche Spurensicherungen durchgeführt und sucht laut sachsen-anhalt.de nach Zeugen.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich auf einer Baustelle in Oschersleben, wo unbekannte Täter einen Bauzaun gewaltsam überwanden und eine Fensterscheibe eines Rohbaus einschlugen. Trotz eines Sachschadens von etwa 1.100 Euro wurden nach ersten Erkenntnissen keine Gegenstände entwendet.
In einem ebenfalls schweren Unfall kam es am 17. März 2025 in Dolle, als ein 83-jähriger Fahrzeugführer mit seinem Hyundai von der Fahrbahn abkam und sich überschlug. Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen und musste zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.