Heute ist der 22.03.2026 und die kalte Jahreszeit bringt in Hessen eine Vielzahl von Atemwegserkrankungen mit sich. Husten, Schnupfen und Halsschmerzen sind weit verbreitet, und Ärztinnen und Ärzte müssen zwischen verschiedenen Erkrankungen unterscheiden. Dazu zählen akute Atemwegserkrankungen, grippeähnliche Erkrankungen, die Influenza und Erkältungen sowie weitere Infektionen wie RSV (Respiratorisches Synzytialvirus) und SARS-CoV-2. Aktuelle Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) bieten einen Einblick in die Verbreitung dieser Erkrankungen in der Region.
Die 7-Tage-Inzidenz für Corona in Hessen liegt derzeit bei 0,4 pro 100.000 Einwohner, mit 28 neuen Fällen in der letzten Woche. Besonders betroffen ist die Altersgruppe über 80 Jahre, die eine Inzidenz von 2,1 verzeichnet. Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie in Hessen 2.989.716 laborbestätigte Corona-Fälle. Im Vergleich dazu zeigt die Grippe in Hessen eine 7-Tage-Inzidenz von 10,16 mit 642 neuen Fällen in der Kalenderwoche 52.
Aktuelle Entwicklungen der Atemwegserkrankungen
In der Großregion Mitte (West) Deutschlands ist ein Anstieg der akuten Atemwegserkrankungen zu verzeichnen. Die Rate liegt nun bei 6.800 pro 100.000 Einwohner, was eine Erhöhung im Vergleich zur Vorwoche darstellt. Auch die grippeähnlichen Erkrankungen zeigen einen Anstieg auf 1.500 pro 100.000 Einwohner. Beide Werte liegen über dem bundesweiten Durchschnitt (5.900 für Atemwegserkrankungen und 1.000 für grippeähnliche Erkrankungen). Diese Zahlen basieren auf Selbstauskünften von 3.348 Teilnehmenden aus der Region und 9.527 bundesweit.
Wie aus aktuellen Beobachtungen des Infektionsgeschehens in Deutschland hervorgeht, hält die Grippewelle an, auch wenn der Höhepunkt scheinbar überschritten ist. Die Zahl der Arztbesuche und Hospitalisierungen liegt jedoch unter den Werten der Vorsaison, was auf eine weniger gravierende Grippewelle in diesem Jahr hindeutet. Die Influenza-Positivenrate ist gestiegen, mit mehr als einem Fünftel der Laborproben, die positiv auf Influenza getestet wurden. Es ist jedoch zu beachten, dass die Dunkelziffer nicht erfasster Fälle hoch ist, was die tatsächliche Krankheitslast unter Umständen unterschätzt.
RSV-Fälle und Impfempfehlungen
In Hessen wurden in der Kalenderwoche 52 40 neue RSV-Fälle gemeldet, was einen Anstieg von einem Fall im Vergleich zur Vorwoche bedeutet. Die RSV-Inzidenz liegt bei 0,63 laborbestätigten Fällen je 100.000 Einwohner. Seit Juli 2023 sind RSV-Infektionen meldepflichtig, doch die Fallzahlen bleiben deutlich niedriger als bei der Influenza. Die Ständige Impfkommission empfiehlt daher eine RSV-Impfung für Neugeborene und Säuglinge, um die Anfälligkeit für schwere Verläufe zu verringern.
Das RKI hat die epidemiologische Situation der RSV-Infektionen in der ersten Saison 2023/24 nach Einführung der RSV-Meldepflicht in Deutschland untersucht. Es wird erwartet, dass neue Ansätze zur RSV-Surveillance, basierend auf den Lehren aus der COVID-19-Pandemie, die Erfassung akuter Atemwegsinfektionen verbessern werden.
Die Situation bleibt dynamisch, und die Gesundheitsbehörden überwachen das Infektionsgeschehen umfassend, jedoch nicht lückenlos. Informationen zur Krankheitslast akuter Atemwegserkrankungen werden weiterhin gesammelt und analysiert, um die öffentliche Gesundheit zu schützen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Für detaillierte Informationen zu den aktuellen Entwicklungen können Sie die Berichte des RKI und weitere Quellen konsultieren, wie etwa die aktuelle Lagebeurteilung zur Influenza und RSV-Infektionen auf der Webseite des RKI hier.
Für weitere Informationen zu Atemwegserkrankungen in Hessen finden Sie auch den Artikel auf News.de sowie die umfassende Analyse des Infektionsgeschehens auf n-tv.de.



